Erstellt am 19. August 2011, 14:08

Burgenländerin fiel Internetbetrug zum Opfer. Ein Foto eines Hundebabys hatte es einer jungen Frau aus dem Bezirk Oberwart angetan: Insgesamt 277 Euro überwies sie für Kauf und Transport des kleinen Vierbeiners in die Schweiz und nach Westafrika.

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Als die Verkäuferin und die Speditionsfirma zusätzliche Zahlungen verlangten, weigerte sich die Burgenländerin und wandte sich an die Arbeiterkammer. "Das ist klassischer Internet-Betrug", warnte Eva Schreiber von der Konsumentenschutzberatung am Freitag.

Beim Surfen im Internet stieß die Südburgenländerin auf ein Bild von einem weißen Chihuahua-Welpen. Daraufhin vereinbarte die Frau mit der schweizerischen Verkäuferin des Hundes einen Preis von 170 Euro. Nach Überweisung wurde die Käuferin allerdings alsbald per E-Mail von einer spanischen Spedition darüber informiert, dass das Hündchen versehentlich nach Barcelona zugestellt worden sei. Dabei forderte die Firma eine zusätzliche Summe von 107 Euro für den Transport nach Österreich.

Trotz anfänglicher Skepsis, ließ sich die junge Dame dazu überreden, den offenen Betrag per Western Union an eine Adresse in Victoria, Cameroon, in Westafrika zu überweisen. Doch bald folgte eine Nachricht, dass der Welpe aus Sicherheitsgründen in einer elektronischen gesicherten Kiste via Flugzeug von Spanien nach Österreich transportiert werden müsse. Daher sei eine weitere Rechnung von 681 Euro zu begleichen.

Ab diesem Zeitpunkt zeigte die Frau kein Interesse mehr an dem Kauf des Hundebabys. Sie wurde jedoch per Mail aus Spanien informiert, dass man den Chihuahua für sechs Monate in Quarantäne stecken zu müsse, wenn die Zahlung nicht erfolge. Dies koste weitere 5.000 Euro. Der Burgenländerin wurde schließlich sogar eine zweijährige Haftstrafe angedroht, falls sie den "Forderungen" nicht nachkommen sollte.

Schließlich wandte sich die Tierliebhaberin an die Arbeiterkammer Burgenland. Die Konsumentenschützer warnen eindringlich vor Internetbetrügern. Besonders bei günstigen Angeboten sei Skepsis angebracht. "Spätestens wenn gefordert wird, Beträge per Western Union zu übermitteln, sollte man den Kontakt zu den Anbietern sofort abbrechen", erklärte Schreiber. Wer zahle und hereingelegt wird, dem bleibe nur die Anzeigeerstattung bei der Polizei.