Erstellt am 18. Februar 2015, 08:47

von Vanessa Bruckner

„Bussi-Pepperl“ als Ausreißer. Er hat das Sagen im Haus. Auch, wenn er nur ein paar Wörter kann. Ohne Papagei „Pepperl“ geht nix bei den Karolys. Dass er noch da ist, liegt auch an der BVZ.

Vertrautes Verhältnis. Josef Karoly könnte sich ein Leben ohne seinen Pepperl nicht mehr vorstellen. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa Bruckner
Das „Servas“ krächzt er zwar und drückt sich dabei trotzdem klar und deutlich aus. Pepperl sitzt auf seinem Käfig und wippt aufgeregt hin und her. „Besuch freut ihn immer, allerdings ist er Fremden gegenüber ein bisserl vorsichtig“, erzählt Josef Karoly. Der Pensionist ist Pepperls Besitzer - Papagei-Papa trifft?s allerdings besser.

Ganz verliebt ist Herr Karoly in sein Federvieh, das seit vier Jahren zur Familie gehört. „Die Kinder haben uns den Pepperl zum 45. Hochzeitstag geschenkt, seither ist er unser Bua“. Seit diesem Tag haben Josef und Marianne Karoly einen Vogel – einen richtigen wohlgemerkt.

Ausreißer war einmal tagelang verschwunden

Des Papageis liebste Beschäftigung ist, gemeinsam mit dem Herrchen Steirermusi zu hören, dazu im Takt zu pfeifen und zu tanzen. „Oder Nachrichten zu schaun, da gibt der Pepperl auch immer seinen Senf dazu.“

Ihr Federvieh hat den Karolys allerdings auch schon einige Nerven gekostet.

„Bis in den Nachbarort ist er geflogen, der Kerl“

x  |  NOEN, Vanessa Bruckner

Kurz nicht aufgepasst und schon war der Pepperl bei der Tür draußen. „Wir haben ihn tagelang überall gesucht und dann ja auch eine Suchanzeige in der BVZ aufgegeben. Der BVZ haben wir es zu verdanken, dass unser Bua heute noch bei uns ist“, berichtet der rüstige Pensionist.

Aufgrund der Anzeige meldete sich eine Dame, die den Papagei in ihrem Apfelbaum entdeckte. „Bis in den Nachbarort ist er geflogen, der Kerl, aber nach Tagen in der Freiheit hat er sich doch wieder einfangen lassen. Da hat ihn dann der Hunger wohl schon ordentlich geplagt“, schmunzelt Herr Karoly.

Demonstrativ gibt's ein Stück Keks für den Pepperl, der sich, wie immer, mit einem Bussi beim Herrchen bedankt.