Erstellt am 17. März 2014, 13:08

Busunternehmen Mathä insolvent. Neustift an der Lafnitz / Das Busunternehmen Mathä in Neustift an der Lafnitz im Südburgenland ist insolvent.

Zum Betrieb gehören ein Einzelunternehmen sowie eine GmbH. Über beide wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet, berichteten am Montag die Gläubigerschutzverbände AKV Europa und KSV 1870. Insgesamt knapp drei Mio. Euro Passiva stehen rund 1,1 Mio. Euro Aktiva gegenüber.

Neun Mitarbeiter und rund 45 Gläubiger betroffen

Eine Fortführung beider Betriebe - das Busunternehmen wurde 1988 gegründet, 2010 wurde die GmbH ins Leben gerufen - sei geplant, hieß es. Von der Insolvenz sind neun Mitarbeiter und rund 45 Gläubiger betroffen. Angeboten werden unter anderem Fernreisen, Schülertransporte und Taxifahrten. Zum Unternehmen gehört auch ein Reisebüro.

Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit wurden ein nicht vorhersehbarer Rückgang bei der Auslastung des Reisebüros sowie eine Aufstockung des Fuhrparks auf sieben Busse genannt. Jedoch hätten sich die Geschäfte nicht wie geplant entwickelt, weil über zwei Geschäftspartner, darunter ein Reiseveranstalter in Wien, ebenfalls Insolvenzverfahren eröffnet worden sei.

Gläubigern wird Mindestquote von 20 Prozent angeboten

Den Gläubigern wird die vorgeschriebene Mindestquote - 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes - angeboten. Der Eisenstädter Rechtsanwalt Klaus Dörnhöfer wurde zum Masseverwalter bestellt. Forderungen können bis 28 April angemeldet werden. Am 12. Mai findet eine Prüfungs- und Berichtstagsatzung statt. Ob ein Sanierungsplan realisierbar ist, soll sich am 16. Juni entscheiden.