Erstellt am 18. Juni 2014, 11:21

von Michael Pekovics

C+C Pfeiffer steigt bei Schlacher ein. Oberwart, Wolfau / Der Gastronomiegroßhändler C+C Pfeiffer steigt mit Mehrheitsbeteiligung bei der Schlacher GmbH ein und erhofft sich Vorteile.

C+C Pfeiffer-Geschäftsführer Thomas Panholzer, Christine und Arndt Schlacher und Manfred Hayböck (C+C Pfeiffer) erhoffen auf viele Synergien.  |  NOEN, zVg
Vor wenigen Wochen hat der Gastronomiegroßhändler C+C Pfeiffer seinen Standort in Oberwart eröffnet. Vergangene Woche gab das Unternehmen bekannt, eine Mehrheitsbeteiligung an der Schlacher GmbH zu übernehmen. Das Traditionsunternehmen bleibt als Teil und Partner von „Trinkwerk“ (C+C Pfeiffer) als eigenständiges Unternehmen erhalten.

Vorteile für beide Seiten: Expansion in Planung

Beide Unternehmen erhoffen sich durch die Übernahme Vorteile. Schlacher-Geschäftsführer Arnd Schlacher erklärt im Gespräch mit der BVZ seine Beweggründe: „Wir sind für einen Großen zu klein und für einen Kleinen zu groß. Deshalb haben wir nach Möglichkeit gesucht, um zu expandieren. Durch die Mehrheitsbeteiligung von C+C ergeben sich für beide Seiten Vorteile: Wir profitieren von günstigeren Einkaufskonditionen, Pfeiffer von unseren Dienstleistungen. Damit ist unser Standort auf lange Zeit abgesichert.“

Ähnlich die Argumentation von C+C Geschäftsführer Thomas Panholzer: „Wir wollen den Getränkebereich ausbauen, Schlacher ist das Beste, was wir uns wünschen können (siehe dazu auch „Warum haben Sie…?“ auf Seite 15 der dieswöchigen Oberwarter BVZ).

„Rein fachlich gibt es keine Gründe für eine Ablehnung“

Laut Schlacher ist geplant, die Position am Markt zu stärken beziehungsweise auszubauen – regional und auch national: „Beide Unternehmen wollen expandieren, das geht aber nur gemeinsam. An unserem Mitarbeiterstand von 80 wird sich nichts ändern, eventuell müssen wir sogar neue Mitarbeiter aufnehmen“, sagt Schlacher.

Einen Strich durch die Rechnung könnte noch die Bundeswettbewerbsbehörde machen, die den Deal kartellrechtlich genehmigen muss. Aber weder Schlacher noch Panholzer gehen davon aus, dass dem Plan Steine in den Weg gelegt werden. „Die Genehmigung sollte in den nächsten sechs Monaten eintreffen. Rein fachlich gibt es keine Gründe für eine Ablehnung“, sagt Panholzer.