Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Christian Reiter erhält den Zuschlag für Messe. INFORM / Entscheidung ist gefallen. Gebürtiger Oberwarter erhält Zuschlag als Messebetreiber. „Traditionelle“ Messen gesichert.

Das Messegelände wird künftig von der Firma »Messezentrum Oberwart GmbH« betrieben. Christian Reiter erhielt den Zuschlag.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Entscheidung ist gefallen. Am Dienstag dieser Woche wurde die Betriebsführung des Messegeländes an Christian Reiter vergeben. Das gaben Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) und Vizebürgermeister Georg Rosner (ÖVP) in einer Aussendung bekannt.

„Wir haben uns ausführlich mit den sechs Angeboten beschäftigt“, erklären die beiden Politiker. Am Ende des Begutachtungsverfahrens sei das Angebot von Christian Reiter als das beste hervorgegangen. „Alle Angebote wurden nach objektiven Kriterien bewertet“, argumentiert Pongracz die Entscheidung. „Sowohl die vorgelegten Zahlen, als auch die Referenzen sowie das Auftreten von Reiter hat uns überzeugt.“

„Er zahlt mehr Miete als  alle anderen Anbieter“

Reiter hat sich laut Pongracz in der Branche bereits einen Namen gemacht. Veranstaltungen wie der Wiener oder der Bratislaver Autosalon wurden von ihm bereits erfolgreich durchgeführt. Die genauen Eckpunkte seines Programms will Reiter, ein gebürtiger Oberwarter, der derzeit in Unterwart lebt, im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt geben. „Er will aber erst dann an die Öffentlichkeit gehen, wenn das Konzept fix und fertig ist“, begründet Pongracz die Zurückhaltung „seines“ neuen Messebetreibers. Die Stadtgemeinde hat damit ihr Ziel, den Ausstieg aus dem operativen Geschäft, geschafft. Über die genauen Vertragsbedingungen hüllen sich die Verantwortlichen aber in Schweigen. „Er zahlt mehr Miete als alle anderen Anbieter“, mehr will der Stadtchef nicht sagen.

Stadtgemeinde übernimt  keinerlei Haftungen

„Die Stadtgemeinde übernimmt keinerlei Haftungen für Veranstaltungen oder ähnliches.“ Im Vertrag ist laut Pongracz aber auch niedergeschrieben, dass „die Stadtgemeinde Sorge dafür tragen muss, dass Veranstaltungen abgehalten werden dürfen“. Sprich: Sollte etwa ein Dach undicht sein, muss die Reparatur von der Stadt bezahlt werden. Die „traditionellen“ Messen, wie die inform wird es auch in Zukunft geben, auch das wurde im Vertrag vereinbart. Josef Kinzl bleibt Geschäftsführer der gemeindeeigenen Gesellschaft „informevents“, hat aber laut Pongracz nur dafür Sorge zu tragen, dass „die Mieten bezahlt werden“.

Der Vertrag mit Reiter wurde für fünf Jahre abgeschlossen, ein Ausstiegsszenario ist nur denkbar, wenn beide Seiten zustimmen. „Er hat natürlich auch das Ziel, die Messen der Burgenland Messe zu übernehmen, wenn deren Vertrag ausläuft“, erklärt Pongracz. Derzeit ist neben der zweiten Messegesellschaft auch die Mona Mieter am Standort.