Erstellt am 03. Oktober 2012, 00:00

„Da hats an Tuscher g?macht“. Glücklich / Traktorfahrer Josef Fritz fuhr in der Vorwoche beim Mähen des Straßengrabens über eine Panzergrante. Der Sprengkörper detonierte, Fritz kam mit dem Schrecken davon.

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Von Michael Pekovics

NEUHAUS IN DER WART / Josef Fritz dürfte viele Schutzengerl haben. Am Mittwoch der Vorwoche löste er mit dem Mähwerk seines Traktors eine Panzerabwehrgranate aus. Der Sprengkörper explodierte, außer Sachschaden ist zum Glück nichts passiert.

Fritz war im Auftrag der Firma Erdbewegung Paukovits auf einem Waldweg im Mischendorfer Ortsteil Neuhaus unterwegs, um den Straßengraben zu mähen. „Plötzlich hats an Tuscher g?macht“, schildert er. „Zuerst hab ich gar nicht an eine Explosion gedacht. Erst als ich das Loch gesehen habe, wurde mir klar, was wirklich passiert ist.“ Splitter des Sprengkörpers steckten im Vorderreifen, ein anderer Teil der Granate lag im angrenzenden Wald. Fritz rief sofort auf der Gemeinde Mischendorf an. „Er hat mich am Telefon scherzend gefragt, ob wir ihm eine Bombe gelegt haben“, erinnert sich Gemeindemitarbeiter Rudi Schuch schmunzelnd zurück.

Auch heute können die beiden noch über den Vorfall lachen. „Zum Glück ist nichts passiert. Er hatte Glück im Unglück: Wenn der Sprengkörper direkt unter dem Traktor explodiert wäre, hätte viel Schlimmeres passieren können“, sagt Schuch. Direkt nach der Explosion verständigte er die Polizei, die sofort den Entminungsdienst alarmierte. Der Tatort wurde abgesperrt, weitere Granaten wurden bislang nicht gefunden. Die Detonation verursachte lediglich leichten Sachschaden am Traktor: Das Mähwerk hat eine Delle und der Reifen musste geflickt werden.

Rudi Schuch von der Gemeinde Mischendorf und Josef Fritz von der Firma Paukovits, Eisenberg: „Da war jede Menge Glück dabei.“

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