Erstellt am 16. März 2016, 05:24

von Michael Pekovics

Darabos: „Oberwarter Spital steht 2021“. Landesrat Norbert Darabos verweist auf Vergabe des Auftrags an Generalplaner und nennt 158 Millionen Euro Kosten.

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Der politische Schlagabtausch um den Neubau des Krankenhauses Oberwart wird immer härter – nur seit dem Vorjahr haben sich die Rollen vertauscht. Wurden das Projekt und der zuständige Landesrat früher von der FPÖ hart kritisiert, so hat diese Rolle nun die ÖVP eingenommen.

Hergovich: „Schlechter Stil und schlechtes Gedächtnis“

Die von der ÖVP am Montag aufgestellte Forderung nach einer Prüfung durch den Landes-Rechnungshof wurde von Klubobmann Christian Sagartz mit einer weiteren Forderung garniert: „Wie es derzeit aussieht, ist ein Untersuchungsausschuss für mich gar nicht mehr so weit weg – das Krankenhaus wird noch Generationen beschäftigen, es war von Anfang an ein Planungsdesaster.“

Seitens der SPÖ wird hingegen betont, dass die Beschlüsse in der vergangenen Legislaturperiode allesamt einstimmig mit der ÖVP erfolgt sind: „Schlechter Stil und schlechtes Gedächtnis“, konstatiert Klubchef Robert Hergovich (SPÖ). Und für FPÖ-Gesundheitssprecher Markus Wiesler steht fest, dass sich „die ÖVP die bisherige jahrelange und millionenschwere Chaosplanung auf die eigene Kappe schreiben wird müssen“.

Darabos muss sich davon natürlich nicht angesprochen fühlen, schließlich ist er erst seit seinem Amtsantritt für das Großprojekt verantwortlich.

Ein Generalplaner sei bestimmt, dürfe aber erst in vier Wochen bekannt gegeben werden. Außerdem werde kein einziger Euro verschwendet: „Das Landeskrankenhaus Oberwart wird mit Sicherheit errichtet, mit der Fertigstellung darf bis 2021 gerechnet werden“, so der SPÖ-Landesrat.

Unterstützung kommt vom Koalitionspartner, Wiesler ist „überzeugt, dass Darabos das Projekt gut managen wird: Er steht in der Pflicht – und er wird liefern“, so der Gesundheitssprecher der FPÖ.

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