Erstellt am 11. September 2012, 15:30

Darabos plant Sozialdienst. SPÖ-Klubklausur / Minister präsentierte Pläne für Profi-Heer. Statt Zivil- künftig „Sozialdienst“.

In der Sache einig. Verteidigungsminister Norbert Darabos, Landeshauptmann Hans Niessl und Klubobmann Christian Illedits.Daniel Fenz  |  NOEN
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BAD TATZMANNSDORF / Am zweiten Tag der SPÖ-Klubklausur in Bad Tatzmannsdorf erörterte Verteidigungsminister Norbert Darabos (im Bild mit Landeshauptmann Hans Niessl und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits) seine Pläne für ein Profi-Heer, mit dem der bisherige Zwangsdienst abgeschafft werden soll.

Neben 8.500 Berufssoldaten sollen 7.000 Zeitsoldaten (drei bis fünf Jahre) und 9.300 Milizsoldaten zur Verfügung stehen. 23.000 Milizionäre sollen für die absoluten Notfälle einsetzbar sein. Der Zivildienst soll, in abgewandelter Form als Sozialdienst, auch in Zukunft möglich sein: 6.500 Personen – Männer und Frauen bis 50 Jahre – sollen für diesen gewonnen werden. Dazu soll es auch eine Kooperation mit dem AMS geben, „Sozialdiener“ sollen danach in derselben Branche bleiben. „Der Zivildiener wird dann zwischen 1.300 und 1.400 Euro verdienen. Wir hoffen, dass sich Menschen, die sich freiwillig für den Sozialdienst melden, auch danach in diesem Bereich weiterarbeiten“, so Norbert Darabos. Über die Pläne entschieden wird am 20. Jänner bei der Volksbefragung. Laut Darabos hat „die Bevölkerung das letzte Wort“.