Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Das Angebot ist top, das Ambiente nicht. HANDEL / Studie weist hohe Kaufkraftbindung aus. Kritisiert werden Ambiente und Infrastruktur in der Innenstadt.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Lange Einkaufsnacht am Mittwoch, dem 22. Juni, wird heuer wieder gut besucht sein – wenn das Wetter mitspielt. Denn eines zeigt die Untersuchung der „Einzelhandelsstruktur und des Kaufkraftstroms“ ganz klar: Die Kundenbindung funktioniert hervorragend. Negativ sind aber das „schwache“ Ambiente und die „schlechte“ Infrastruktur der Innenstadt. Laut Studie „beurteilen Konsumenten aus dem Umland die Einkaufsatmosphäre in der Peripherie bereits besser als im Zentrum“.

Das weiß auch Manfred Marlovits, Obmann vom Stadtmarketingverein Oberwart Plus. „Dass das Ambiente nicht optimal ist, weiß man schon lange. Meiner Meinung nach sollte man in kleinen Schritten denken und nicht Dinge vorschlagen, für die die Stadt ohnehin kein Geld hat.“ Für ihn wäre es wünschenswert, dass „versucht wird, die leeren Geschäfte in Stadt für junge Unternehmer interessant zu machen“. Ein weiterer Wunsch: „Die Geschäfte im Zentrum müssen sich von jenen in den Einkaufszentren abheben.“ In diese Kerbe schlagen auch die Studienautoren rund um Georg Gumpinger (CIMA Beratung – Management GmbH): „Durch den hohen Filialisierungsgrad werden Innenstädte generell immer verwechselbarer und unterscheiden sich nicht mehr von Einkaufszentren.“

Oberwart ist eine Handelsmetropole. Auffallend ist, dass kaum ein Ober- oder Unterwarter woanders einkauft, also vor der Haustür.