Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Das Duell geht weiter. BAUBESCHEID / Match „Anrainer gegen Ortschef und OSG“ geht auf der BH weiter. Gemeinderat weist Einsprüche wieder zurück.

Das Argument der Anrainer: Die vier geplanten Reihenhäuser sind höher als die Häuser der Umgebung. Die OSG weist das zurück und sagt: »Das Haus eines Anrainers ist um 50 Zentimeter höher«.ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

BAD TATZMANNSDORF / Nach der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche ist klar, dass das Match Anrainer gegen OSG und Gemeinde zum zweiten Mal in die dritte Runde geht. Zum zweiten Mal deswegen, weil den Einsprüchen der Anrainer schon einmal vom Verwaltungsgerichtshof stattgegeben und ein Baustopp verhängt wurde (die BVZ berichtete).

Das neu eingereichte Projekt wurde nun abermals zuerst vom Bürgermeister und dann, nach Einsprüchen der Anrainer (Irene und Raimund Deutsch, Herbert Rehling und Gerhard Pusch), vom Gemeinderat als zweite Bausinstanz bestätigt. Jetzt wandert es wieder zur BH, sollte sie positiv entscheiden, sind wieder Einsprüche zu erwarten. „Das Projekt ist höher als zuvor, der Gutachter hat sich nur die Häuser rausgesucht, die ihm ins Konzept gepasst haben“, ärgert sich Herbert Rehling und verweist auf das „Höchsturteil. Dort steht drinnen, dass das Projekt zu hoch ist“. Laut ihm und den anderen Anrainern widersprechen die vier Reihenhäuser den Bebauungsrichtlinien der Gemeinde. Für Bürgermeister Ernst Karner ist die Bewilligung aber kein Problem, denn: „Das Projekt entspricht den Richtlinien und geht in Ordnung.“ OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar versteht die Welt nicht mehr: „Mir fehlt für das Verhalten dieser Herren, die sich ja nur als Anrainervertreter bevollmächtigen haben lassen, jegliches Verständnis. Denn selbst wenn man ihrer Argumentation folgt, ist das Haus eines Anrainers noch immer höher als unser Projekt. Und auch das Haus von Rehling ist von der Fläche größer als die vier Reihenhäuser.“