Erstellt am 07. September 2011, 00:00

„Das veränderte die Welt“. 9/11 / Die BVZ fragte nach, wo und wie das Burgenland den 11. September 2001 erlebt hatte und welche Auswirkungen es gab.

 |  NOEN, Hubert Michael Boesl (DPA)
Landeshauptmann Hans Niessl leitete gerade eine Regierungssitzung: „Ich war zutiefst erschüttert, dass so etwas passieren konnte. Man bekommt ein Gefühl von Hilflosigkeit, wenn man diese dramatischen Szenen sieht.“

Franz Steindl, Landeshauptmann-Stellvertreter – ebenfalls auf der Regierungssitzung: „Es hat mich sensibilisiert, vor allem im Bereich Sicherheit“, so Steindl, der daraufhin viele Neuerungen beim Katastrophenschutz initiierte.

Michel Reimon, Landtagsabgeordneter der Grünen, arbeitete gerade in der Redaktion des Wieners. Für ihn persönlich habe sich durch 9/11 nichts verändert. „Aber in der Politik sind Moslems immer mehr zum Feindbild geworden – und wir Grünen müssen darauf achten, einen Ausgleich zu schaffen.“

Hans Tschürtz, FPÖ-Klubobmann, hatte gerade Polizeidienst, als die Flugzeuge einschlugen. „Weltweit ist man nun viel mehr um die Sicherheit bemüht.“

Julius Marhold, Raiffeisen-Generaldirektorwar gerade im Büro, als das Unglück passierte. „Mein Vorstellungsvermögen, was religiöse Fanatiker an menschenverachtenden Aktionen verüben können, ist dadurch leider deutlich erweitert worden.“

Werner Frantsits, Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland, befand sich gerade in Spanien. „Für mich hat sich damit die optimistische Sicht auf die Entwicklung in der islamischen Welt völlig umgekehrt, ich habe bis heute Vertrauensprobleme, was islamische Länder betrifft.“

Arbeiterkammer-Präsident Alfred Schreiner war an diesem Tag auf einem Betriebsbesuch. „Plötzlich kam ein Mitarbeiter und rief: ’In New York ist was passiert.‘ Wir haben sofort den Fernseher eingeschaltet“, so Schreiner. „Meine ersten Worte dazu waren: „Das verändert die Welt“.

Landesrätin Verena Dunst: „9/11 – eines der traurigsten Ereignisse, das im Laufe meines Lebens stattgefunden hat. Ich weiß noch genau, wie geschockt ich abends, im Kreis meiner Familie, die Bilder im Fernsehen gesehen habe.“

Manfred Kölly, LBL-Abgeordneter, war mit dem Auto unterwegs: „Das war ein Schock, als ich es im Radio hörte. Die Bevölkerung hat damit wieder das Gefühl bekommen, wie wichtig Sicherheit ist.“

Andrea Fraunschiel, Bürgermeisterin in Eisenstadt, war Zuhause und bügelte: „Ich hab dabei CNN geschaut und die Katastrophe live miterlebt. Für uns alle spürbar sind die Auswirkungen bei Flugreisen bei den Sicherheitskontrollen. “