Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Das Weihnachtshaus. Leidenschaft / Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei und vier - bei Tausenden steht man vor Gollnhubers Tür

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Von Vanessa Bruckner

BAD TATZMANNSDORF / Wenn das Christkind am Heiligen Abend auf das Haus der Gollnhubers zusteuert, sollte es eine Sonnenbrille griffbereit haben, denn es besteht akute „Verblendungsgefahr“. Hausherrin Sabine Gollnhuber lässt nämlich sämtliche Weihnachtsbeleuchtungen im Umkreis von 100 Kilometern ganz schön finster aussehen.

Seit 10 Jahren schmückt die 45-Jährige ihr Haus in Sulzriegel mit unzähligen Lichterketten und leuchtendem Schmuck. Jedes Jahr wird nachgerüstet, damit an Haus und Garten auch bestimmt kein finsteres Fleckerl bleibt. Bei 3.000 m2 Fläche kein leichtes Unterfangen: „Sieben Wochen lang bin ich täglich zwischen sieben und acht Stunden mit dem Aufbau beschäftigt“, verrät Sabine Gollnhuber.

In diesem Jahr hat die Weihnachtselfe, wie sie sich selbst lachend bezeichnet, wieder aufgerüstet: „Es gibt viel Neues und das Christkind wird auf Wunsch der Besucher heuer stärker vertreten sein.“ An fünf Abenden öffnet Sabine Gollnhuber ihren Garten für Besucher. Bis zu 2.000 Schaulustige kommen, Glühwein wird ausgeschenkt. Die Einnahmen werden zur Gänze für einen karitativen Zweck gespendet. „Letztes Jahr sind zwei Frauen extra aus Linz angereist“, erzählt Gollnhuber. An sich nichts Besonderes, schließlich kommen ganze Busse mit Besuchern von weit her, um das Haus der Gollnhubers zu bestaunen. „Die beiden Damen waren allerdings 91 und 82 Jahre alt“, so die Hausherrin begeistert.

Wie viel Geld sie schon in Weihnachtsbeleuchtung gesteckt hat, will Sabine Gollnhuber gar nicht wirklich wissen. Die Stromkosten belaufen sich auf 2.000 Euro pro Adventzeit, der Dachboden und zwei Container sind voll mit weihnachtlichen Leuchtutensilien.

„Wir haben bereits zwei Schaltkästen und trotzdem hat einer letztes Jahr geraucht“, gesteht die 45-Jährige lachend. Zum Glück gibt`s den finsteren Nachbarn der Gollnhubers, wie er sich selbst bezeichnet, der zwar Weihnachtsbeleuchtungen hasst, aber der Familie Gollnhuber stromtechnisch aushilft, wenn wieder einmal Not an der Steckdose ist.

Lustig: Besagter „finsterer“ Nachbar hat jahrelang bei der Bewag gearbeitet.

Es weihnachtet. Das Haus von Familie Gollnhuber wird alle Jahre wieder zum Mekka für Weihnachtsfans. Heuer gibt es wieder Neuheiten wie zum Beispiel diese Krippe.

Vanessa