Erstellt am 17. Juli 2013, 00:00

dayli: 43 Mitarbeiter bei AMS angemeldet. Insolvenz / Sechs dayli-Filialen im Südburgenland werden geschlossen, 43 Mitarbeiter betroffen. Zukunft von sieben Standorten unklar.

 |  NOEN, Presse&Foto FRANZ GLEISS
Von Carina Ganster und Michael Pekovics

REGION / Das Verwirrspiel rund um die Zukunft der Drogeriemarktkette dayli (früher: Schlecker) geht weiter. In der Vorwoche wurde zumindest bekannt, dass österreichweit insgesamt 355 Filialen geschlossen werden, sechs davon im südlichen Burgenland (siehe Infobox rechts unten). Insgesamt verlieren 1.261 Menschen ihren Arbeitsplatz.

43 dayli-Mitarbeiter verlieren ihren Job

Derzeit ist aber noch nicht klar, ob die restlichen sieben Filialen im Südburgenland bestehen bleiben. Denn bis Ende dieses Monats braucht die Kette rund 40 Millionen Euro „frisches Geld“, um das Geschäft aufrecht erhalten zu können.

Mittlerweile zeichnen sich Auffangspläne für die gekündigten Mitarbeiter ab. Außerdem wurde von der Gewerkschaft mit einigen Banken ausverhandelt, dass dayli-Mitarbeiter, die aufgrund des noch nicht ausbezahlten Urlaubsgeldes, keine Überziehungszinsen für ihre Konten bezahlen müssen. Beim AMS Oberwart wurden bislang 38 Mitarbeiter, vorwiegend Frauen, zur Kündigung angemeldet, beim AMS Stegersbach sind derzeit fünf Fälle bekannt – drei Arbeitnehmer aus Stegersbach und zwei aus St. Michael. Im Gegensatz dazu wurde beim AMS Jennersdorf noch keine Anmeldung von dayli-Mitarbeitern verzeichnet.

Jeden Tag etwas Neues. Das gilt derzeit nur für Meldungen über die Insolvenz des Unternehmens. Im Südburgenland fallen sechs Standorte dem Sparstift zum Opfer. Ob die übrigen sieben Filialen (siehe Infobox unten) bestehen bleiben, entscheidet sich in den kommenden Tagen.