Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Der Bau startet im August. PFLEGEHEIM / Gestern, Dienstag, wurde der Startschuss für die Errichtung des neuen Pflegeheimes gegenüber der Schule – trotz weiterer Widerstände – gesetzt.

VON DANIEL FENZ

RECHNITZ / Am Dienstag Nachmittag –  nach Redaktionsschluss – trafen sich unter anderem Bürgermeister Engelbert Kenyeri (SPÖ) und Christian Breitfuß (Geschäftsführer der Burgenländischen Pflegeheim Betriebs GmbH) zur Bauverhandlung in Rechnitz.

Ortschef Kenyeri hielt sich vor Redaktionsschluss aber noch bedeckt: „Ich kann dazu noch nichts sagen. Ich muss die Bauverhandlung abwarten. Derzeit kann ich nur so viel dazu sagen, dass es Abänderungen geben wird“, lautete der Kommentar am Montag Nachmittag. Viel auskunftsfreudiger war hingegen Christian Breitfuß.

Statt Keller kommt nun  ein weiteres Stockwerk

„Das zweite Geschoß war neben dem Erdgeschoss und dem ersten Stock schon immer eine Option. Nun wird das auch so realisiert werden. Von der Fläche her wird das Objekt dadurch nicht größer“, erklärt Christian Breitfuß. Er kündigte auch an, dass es keinen Keller geben wird. „Die Fläche des Kellers wandert sozusagen in das Erdgeschoss.“ Nach der Bauverhandlung gestern, Dienstag, soll bereits im Laufe des Sommers, voraussichtlich Anfang August, mit dem Bau begonnen werden. „Läuft alles nach Plan, dann dürfte das Projekt zwischen September und Dezember 2012 fertiggestellt sein“, sagt Breitfuß.

Dieter Herist (BZÖ), gebürtiger Rechnitzer, hat sich noch nicht mit dem Bau abgefunden. Er kritisiert, dass das „Pflegeheim nun anders gebaut werden soll, als ursprünglich geplant“. Kenyeri wollte zu diesen Vorwürfen keinen Kommentar abgeben. Kritik kommt auch von Dorfarzt Dr. Arthur Lindau: „Die Bauverhandlung wird einen Nachgeschmack mit sich bringen. Denn nachdem die Grundstücksgrenze mit 15 Metern eingehalten wurde, darf kein Anrainer bei der Verhandlung mit dabei sein. Es gibt meiner Meinung nach andere und auch bessere Plätze.“ Lindau glaubt nicht, dass dieses Projekt eine Bereicherung für die Gemeinde Rechnitz ist, „doch die Parteien wollen es so“, meint der Arzt abschließend.