Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Der Süden wird flach und auch „e-lektrisch“. TOURISMUS / Reisebüro Fox Tours und Paradies-Verein kauften 90 E-Bikes. Genuss-Radler sollen in den Süden gelockt werden.

Bekannte Touristiker wie Geschäftsführer Hans Peter Neun und Walter „Mike“ Faulhammer probierten die Räder im Rahmen der Vorstellung der kulinarischen Grenzerfahrungen (siehe dazu auch Seite 31).  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / Künftig soll das Südburgenland so wie der Norden ein Paradies für Radfahrer werden. Das haben sich Martin Ochsenhofer vom Reisebüro Fox Tours und der Verein „Ein Stück vom Paradies“ zum Ziel gesetzt. Insgesamt wurden 90 E-Bikes angeschafft, die an derzeit drei Orten (Bad Tatzmannsdorf, Oberwart und Neustift an der Lafnitz) zum Preis von 22 Euro pro Tag ausgeborgt werden können. Noch heuer soll es auch in Stegersbach die Möglichkeit geben, E-Bikes auszuborgen.

„Wir wollen damit den Rad-Tourismus auch jenen Menschen schmackhaft machen, denen das Radeln im hügeligen Südburgenland bisher zu anstrengend war“, sagt Ochsenhofer. Dafür wurden eigene Pakete geschnürt sowie Routen geplant, die Genussbetriebe ebenso enthalten wie beliebte Ausflugsziele im Südburgenland. „Wir sind im November draufgekommen, dass sowohl der Paradies-Verein als auch Fox Tours ein ähnliches Projekt voran treiben“, erzählt Ochsenhofer die Entstehungsgeschichte. Dann habe man sich darauf geeinigt, die Kräfte zu bündeln.

Neben der Erweiterung des touristischen Angebots ist auch die Sensibilisierung des Themas „E-Mobilität“ ein Ziel der Initiative. „Derzeit können sich neun von zehn Menschen noch nicht vorstellen, was das heißt, mit einem E-Bike durch die Landschaft zu ‚schweben‘“, schwärmt Ochsenhofer von „einem Gefühl, das sich nur schwer beschreiben lässt“. Am 16. und 17. April hat man bei Intersport Claudia in Unterwart die Möglichkeit, das Fahren mit E-Bikes selbst auszuprobieren und zwar kostenlos. Auch längere Radtouren sind mit E-Bikes möglich, das Aufladen funktioniert mittels Adapter bei jeder Steckdose. Für rund 80 Kilometer reicht eine Ladung, der Elektromotor schaltet sich nur zu, wenn man auch selbst in die Pedale tritt. „Das Radfahren im hügeligen Südburgenland ist somit für jeden möglich“, beschreibt Ochsenhofer den größten Vorteil des „E-Bikens“.

Pro Jahr werden 20.000  E-Bikes in Österreich verkauft

Dass Elektrofahrräder immer beliebter werden, hat auch der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) festgestellt. Rund 20.000 E-Bikes werden pro Jahr in Österreich verkauft, Tendenz steigend. „Deswegen ist der weitere Ausbau von Radwegen auch so wichtig“, weiß Experte Martin Blum. Weil rund zwei Drittel der Autofahrten kürzer als zehn Kilometer sind, hätten E-Bikes ein enormes Potenzial.