Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Die Bahn wird zum Thema im Nationalrat. WIDERSTAND / „Bis zum letzten Tag“ wollen die Grünen und die Initiative „Südburgenland Pro Bahn“ für den Erhalt kämpfen.

Dieses Bild des Oberwarter Bahnhofes zeigt eine Nostalgiefahrt aus dem Jahr 1981. ZVG  |  NOEN
x  |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die per Ende Juli geplante Stilllegung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg sorgt weiter für Aufregung. In der Vorwoche lud die Bürgerinitiative „Südburgenland Pro Bahn“ zu einer Diskussionsveranstaltung. Dabei wurden wieder Forderungen gestellt: „Attraktivierung statt Schließung, Beschleunigung statt Aushöhlung, Geld für die Bahn auch im Süden und nicht nur im Norden und Verbesserung des Service – das Südburgenland gehört nicht auf das Abstellgleis“, sagt Sprecher Dietrich Wertz. In nur zehn Tagen wurden bereits 2.000 Unterschriften gesammelt.

x  |  NOEN
Auch die Grünen machten sich bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt für den Erhalt der Strecke stark. „Das ist eine verkehrs- und umweltpolitische Fehlleistung und der Schlusspunkt eines veritablen rechtlichen und finanziellen Skandals, in den das Land, der Bund und das Verkehrsministerium verwickelt sind“, kritisierte Umweltsprecherin Christiane Brunner. Laut den Grünen hat der Rechnungshof schon im Jahr 2006 „zahlreiche Missstände und Gesetzwidrigkeiten festgestellt“. „Um sehr viel und teilweise gesetzwidrig zugesprochenes Steuergeld wurde einfach irgendwie dahingebaut“, ärgert sich die Grüne Verkehrssprecherin Gabriela Moser. Die beiden Nationalrätinnen befürchten, dass „die Einstellung des Personenverkehrs auch negative Auswirkungen auf den Güterverkehr und damit auf die darauf angewiesenen Betriebe haben könnte“.

x  |  NOEN
Aktionstag „Pro Bahn“ am  27. Mai im Stadtpark

Die Proteste werden weitergehen, am Freitag, dem 27. Mai, ist ab 16.21 Uhr ein Aktionstag „Pro Bahn“ in Oberwart geplant. Wertz lädt in diesem Zusammenhang Buspendler ein, den Zug auszuprobieren: „Mit Zeitkarten der Südburg (Anmerkung: Verkehrsverbund) ist es auch möglich, die Bahn-Verbindungen nach Wien zu nutzen.“