Erstellt am 16. Mai 2012, 00:00

Die HBLA galoppiert bald zur Reifeprüfung. NEUHEIT/ Oberwarter Schule plant neuen Ausbildungszweig mit Schwerpunkt Reitsport. Start für das einzigartige Projekt ist 2013.

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VON VANESSA BRUCKNER

OBERWART / Das Glück dieser Erde liegt für manchen Schüler vielleicht nicht immer in der Schule, aber so endet das Sprichwort ja auch nicht. Auf dem Rücken der Pferde, dort finden bekanntlich viele ihr ganz persönliches Lebensglück. Dem Direktor der HBLA Oberwart scheint das Glück seiner Schüler diesbezüglich besonders am Herzen zu liegen, denn ab 2013 wird es an der Schule den Ausbildungsschwerpunkt Reiten geben.

„Das Projekt ist österreichweit einzigartig. Die Schüler haben nach fünf Jahren die HBLA- Matura in der Tasche und können sich im Reitsport weiterentwickeln“, erklärt Schulleiter Aristoteles Papajanopulos.

Verhandlungen mit  Reitställen laufen bereits

Im Gegensatz zur Landwirtschaftlichen Fachschule in Güssing liegt der Schwerpunkt wirklich ausschließlich im Reitsport. „Die dreijährige Ausbildung an der Schule in Güssing schließt ohne Matura ab. Wollen die Schüler dann die Matura nachmachen, müssen sie in Summe sechs Jahre in ihre Ausbildung investieren. Bei uns ist Matura und begleitender Reitsport in nur fünf Jahren möglich,“ sagt Direktor Papajanopulos.

Voraussetzung für den Lehrgang an der HBLA ist der Reiterpass. Pro Woche soll es cirka drei Unterrichtsstunden geben, die sich aus Praxis und Theorie zusammensetzen. Ein eigener Reitlehrer wird angestellt, Verhandlungen mit Reitställen im Bezirk werden bereits geführt. „Längerfristig werden wir sicher eine Kooperation mit mindestens zwei Reitställen brauchen. In jedem Schuljahr soll es eine Klasse mit Schwerpunkt Reitsport geben. Da rechne ich schon mit 25 Schüler pro Klasse,“ so Papajanopulos zuversichtlich.

Zusammenarbeit mit  Reitdorf angedacht

Unterrichtet werden soll ab dem Schuljahr 2013/14 Spring- und Dressurreiten. Ob auch Unterrichtseinheiten im Kutschenfahren angeboten werden, ist bis dato noch nicht fix. Für die Reitstunden werden Sonderpreise vereinbart, außerdem soll die Schule regelmäßig bei Turnieren im Pferdesport vertreten sein. Die Logistik wird allerdings, so der Direktor, eine größere Herausforderung darstellen: „Wie die Schüler von der Schule in den Reitstall kommen werden, daran arbeiten wir noch.“

Sollte das Reitdorf in Goberling bald Wirklichkeit werden, bietet sich hier natürlich eine besonders interessante Option. „Die Schüler könnten im Reitdorf ihr eigenes Pferd einstellen. Damit würde das Reitdorf und demzufolge natürlich auch die heimische Wirtschaft entsprechend gefördert“, ist der Schulleiter überzeugt. Anmeldungen für den neuen Lehrgang werden an der HBLA Oberwart ab Herbst entgegengenommen.