Erstellt am 29. Juni 2011, 00:00

Die Post zieht per Ende Oktober in BAWAG um. KONKRET / Ab Ende Oktober/Anfang November sperrt das Postamt in Oberwart zu und siedelt in die BAWAG-Filiale um.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Als erster Standort im Burgenland wird in der Bezirkshauptstadt die Post- mit der BAWAG-Filiale zusammen gelegt. Post-Pressesprecher Michael Homola bestätigte eine diesbezügliche Anfrage der BVZ: „Das ist bereits fixiert. Abhängig von der Dauer der Umbauarbeiten werden wir Ende Oktober oder Anfang November umziehen.“

Damit starten Post und BAWAG die Umsetzung jener Kooperation, die im Oktober vergangenen Jahres um zehn Jahre verlängert wurde (die BVZ berichtete). Damals war noch nicht klar, ob auch die vier burgenländischen Städte mit je einer BAWAG- und einer Post-Filiale (Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg, Oberwart) davon betroffen sein werden.

„Eine Schnapsidee“, schimpft Bürgermeister Gerhard Pongracz, der vor einigen Wochen von Vertretern der Post mit den Plänen konfrontiert wurde. „Wenigstens haben sie mit mir darüber geredet. Ich bin gespannt, wie die Zusteller zur BAWAG kommen wollen. Über die Rotunde wird nicht gehen, das ist zu eng.“ Laut Pongracz werden nach dem Umzug der Post nur ein oder zwei Bankschalter in der BAWAG verbleiben, der Rest soll in den ersten Stock verlegt werden.

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Bank- und Postgeschäfte  mit längeren Öffnungszeiten

 

Tatsächlich werden künftig im Erdgeschoss der BAWAG sowohl Bank- als auch Postgeschäfte möglich sein. „Einer der größten Vorteile für unsere Kunden werden die verlängerten Öffnungszeiten (Anmerkung Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr) sein“, erklärt BAWAG-Pressesprecherin Henriette Mußnig. Im Zuge des Einzugs der Post wird das neue Filial-Konzept der BAWAG umgesetzt. „Die Detailplanung liegt noch nicht vor, aber die beiden Bereiche Bank (rot) und Post (gelb) werden farblich getrennt. Der Selbstbedienungsbereich wird künftig sowohl BAWAG- als auch PSK-Kunden zur Verfügung stehen“, weiß Mußnig.

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Laut Auskunft der beiden Pressesprecher sind keine Personalkürzungen in Planung. Interessant wird sein, wer der Post als Mieter nachfolgen wird. Die Filiale befindet sich im allersten von der OSG gebauten Hochhaus, der Mietvertrag läuft eigentlich bis zum Jahr 2038. „Mit einer halbjährigen Kündigungsfrist“, weiß Homola. „Die Stadtgemeinde wird sicher kein Interesse daran haben, dass die Räumlichkeit leer bleibt.“ Pongracz hat darauf aber wohl oder übel keinen Einfluss, zumal in der Stadt ja einige Immobilien leer stehen. „In meiner Zeit als Bürgermeister war ich schon bei mindestens zwei Neueröffnungen der Post in Oberwart dabei. Warum sie jetzt rausgehen wollen, ist mir nicht klar“, so Pongracz.

Schließungswelle der Post geht weiter. Im Herbst wird das Postamt in Oberwart zusperren und in die BAWAG umziehen. „Für die Kunden gibt es dadurch nur Vorteile“, sind sich Post und BAWAG einig. Die Kunden zeigen sich gegenüber der BVZ verunsichert: „Na ich bin gespannt, wie das wird“, sagte der Herr am Bild.