Erstellt am 15. Februar 2012, 00:00

„Die Schlafgemeinde“. GEMEINDERATSWAHL / Der Riedlingsdorfer Florian Piff möchte 2012 den Bürgermeistersessel von Erwin Kaipel übernehmen.

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VON DANIEL FENZ

RIEDLINGSDORF / Der 22-jährige Florian Piff wurde am Freitag abend von der ÖVP-Fraktion offiziell zum Bürgermeister-Kandidat für die Gemeinderatswahl 2012 bestimmt. Piff möchte neue Akzente setzen. Der IT-Unternehmer interessiert sich seit über zwölf Jahren für die Politik.„Es hat mich schon immer interessiert, wie das politische System funktioniert. Daher habe ich 2006 beschlossen, Farbe zu bekennen“, erzählt Piff. Der Riedlingsdorfer meldete sich im Internet auf der ÖVP-Seite an. Danach ging es Schlag auf Schlag.

Noch im gleichen Jahr gründete er die JVP Riedlingsdorf. 2007 zog er mit einem Fixmandat in den Gemeinderat ein. Erste politische Erfahrungen sammelte Piff als Schulsprecher der HTL Pinkafeld und danach als Landes- und sogar als Bundesschülervertreter: „2009/2010 bekleidete ich auch die Funktion des Bundesfinanzreferenten“, sagt der Jungpolitiker und findet, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, Bürgermeister zu werden.

Piff: „Wir sind nicht Wohn-,  sondern Schlafgemeinde“

 

„Wir sind derzeit nicht Wohn-, sondern eine Schlafgemeinde. Es gehört einiges verändert. Bei den freien Flächen könnten und sollten wir handeln und Betriebe nach Riedlingsdorf holen. Nach 25 Jahren Erwin Kaipel wäre ein neuer Mann an der Spitze notwendig“, sagt Piff. Der Altersunterschied sei für ihn kein Problem. Angst, dass ihn im Ort wenige Leute kennen, hat Piff nicht. Denn „jeder kennt mich und alle bringen Politik mit mir in Verbindung. Außerdem bemühe ich mich, jede Veranstaltung zu besuchen und dabei Gespräche zu führen“.

Ein Wahlprogramm gibt es, verraten möchte der 22-Jährige allerdings noch nichts: „Es stehen Themen drinnen, deren Umsetzung auch realistisch ist.“ Von Wahlgeschenken hält er wenig: „Ich bin kein Freund davon. Deswegen wird auch das Wahlwerbebudget gering ausfallen.“