Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Die Spannung ist weg. ABBAU / Nach mehr als 50 Jahren kommt nun das endgültige Aus für das Umspannwerk. Stadt ist an Grundstück interessiert.

In der Vorwoche wurden bereits alle Metallteile entfernt, nur noch die Betonsockel erinnern an den 110kV-Stützpunkt.GANSTER  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Fertigstellung des 380kV-Ringes im Jahr 2009 läutete das Ende der 110kV-Leitungen ein. Im Stadtgebiet von Oberwart wurden bereits alle alten Leitungen entfernt, der Rest des Bezirks soll bald folgen. Vergangene Woche wurde auch mit dem Abbau des Umspannwerks in Oberwart begonnen.

Der mehr als 50 Jahre alte Standort der BEWAG war in früheren Jahren ein wichtiger Knotenpunkt der Stromversorgung, eine „historische Anspeisstelle für das Südburgenland“, wie Peter Sinowatz, Geschäftsführer der BEWAG Netz GmbH, sagt: „Aufgrund des neuen Umspannwerks in Rotenturm brauchen wir den Standort in Oberwart aber nicht mehr. Nur eine 20kV-Innenraumschaltanlage für die Regionalversorgung bleibt bestehen, die braucht aber nicht viel Platz.“ Bereits ab 2009 wurde das Umspannwerk sukzessive vom Netz genommen. Arbeitsplätze gehen nicht verloren – sowohl Oberwart als auch Rotenturm werden von Eisenstadt aus via Fernsteuerung bedient.

Die Stadtgemeinde hat Interesse am Grundstück bekundet. „Die Fläche ist gegenüber dem Feuerwehrhaus, alles rundherum gehört der Gemeinde – natürlich sind wir interessiert“, erzählt Stadtchef Gerhard Pongracz. „Ich habe bereits bei den BEWAG-Vorständen deponiert, dass wir das Grundstück gerne kaufen würden.“