Erstellt am 11. Mai 2011, 00:00

Die WiBAG stimmt zu: Grünes Licht für Tuider. BURGENLAND-MESSE / Quote wurde von 20 auf 30 Prozent gesteigert. Jetzt kann sich Tuider voll auf die Messen konzentrieren.

Markus Tuider richtet mit seiner Gesellschaft Burgenland Messe für Christian Reiter alle Messen in Oberwart aus.ARCHIV  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Vergangene Woche fanden WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) und Burgenland Messe nach jahrelangem Tauziehen eine Lösung. Die WiBAG – mit rund 900.000 Euro Hauptgläubiger der Gesellschaft – stimmte der von Geschäftsführer Markus Tuider angebotenen Quote von 30 Prozent zu. „Das war der Hauptgrund für die Einigung. 20 Prozent sind sofort zu bezahlen, der Rest innerhalb von fünf Monaten“, erzählt Tuider. „Die Baumesse ist so gut gelaufen, dass die Steigerung der Quote von 20 auf 30 Prozent kein Problem war.“

Tuider kann sich nun auf  die Messen konzentrieren

Damit ist der Fortbestand der Burgenland Messe nach Beendigung des dreijährigen Konkursverfahrens gesichert und Tuider sowie auch „MEZO“-Chef Christian Reiter (Messezentrum Oberwart) können beruhigt für die Zukunft planen. Wie bereits berichtet, ist Reiter Generalpächter der Hallen, Tuider ist für das gesamte Messegeschäft verantwortlich. So wie er und Reiter ist auch Bürgermeister Gerhard Pongracz froh über die Einigung: „Ich war immer bemüht, mich in persönlichen Gesprächen mit den WiBAG-Vorständen für die Burgenland Messe stark zu machen. Tuider ist ein Profi, ich schätze seine Arbeit sehr.“

Die nächste große Herausforderung ist die Organisation der inform, die heuer zum 41. Mal stattfinden wird (26. August bis 4. September). „Wir arbeiten mit voller Kraft und sind seit drei Wochen im Verkauf“, weiß Tuider. Bis dato gebe es rund 40 Anmeldungen, es läuft „besser als ich gedacht hatte“. Die geplanten Schwerpunkte für heuer sind erneuerbare Energie, Jäger, Fischer und Outdoor, eine Sonderschau über „Behinderung im Alltag“ und „Frisch und saftig – Technik für den Bauern. Nebenbei läuft auch die Konzeption der anderen beiden Messen (Genuss- und Baumesse), wie es mit der Motomotion weitergehen soll, wird die Zukunft zeigen.

Laut Pongracz gibt es zwischen Reiter und der Stadtgemeinde „bestes Einvernehmen“. Zuletzt war hinter den Kulissen zu hören, dass die Gemeinde für die Instandhaltung des Standorts Geld in die Hand nehmen wird müssen. Pongracz bestätigt: „Es gibt einen Katalog mit Maßnahmen, die wir umsetzen müssen. Wir sind als Vermieter laut Vertrag verpflichtet, Schäden zu reparieren, etwa wenn ein Dach undicht ist und es hinein regnet.“ In welcher Höhe die voraussichtlichen Investitionskosten liegen werden, muss laut Stadtchef Pongracz aber erst genau besprochen werden.