Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Discobus dreht Proberunde. DISCOBUS / Am 1. Oktober startet der Discobus den Probebetrieb. Rudersdorf ist nicht dabei, weil die Kosten (3.200 Euro) zu hoch sind. Stattdessen fahren aber Taxis.

VON CARINA GANSTER

BEZIRK JENNERSDORF / Nun ist es also soweit. Das Wahlversprechen – der Discobus – von SPÖ-Landtagsabgeordnetem Mario Trinkl startet am 1. Oktober seinen Probebetrieb. Von den ursprünglich acht teilnehmenden Gemeinden hat sich nun Rudersdorf gegen eine Teilnahme am Probebetrieb entschieden, den es von 1. Oktober bis 31. Dezember geben soll. „Der Grund ist eigentlich ganz einfach und logisch“, sagt Rudersdorfs Bürgermeister Franz E. Tauss (ÖVP): „In der Probephase würde der Gemeinde Rudersdorf der Bus 3.200 Euro kosten, das ist einfach zu teuer. In den drei Monaten würde der Bus insgesamt zwölf Mal jeweils samstags fahren“, erklärt der Bürgermeister, der die Entscheidung weiter begründet: „Im Serienbetrieb würde uns der Bus einen ähnlichen Betrag kosten, jedoch auf das Jahr ausgerechnet. Der Rest wird gefördert.“

Doch Tauss will „seine jungen Gemeindebürger“ nicht im Regen stehen lassen und zeigt mit einer Ersatzlösung auf. „Ein Taxiunternehmen befördert unsere Jugendlichen um 720 Euro in den drei Monaten zu einem Fahrtpreis von zwei Euro (Hin- und Retour) in die Discos.“ Beim Serienbetrieb will die Gemeinde Rudersdorf, wenn der Bedarf weiterhin gegeben ist, noch immer dabei sein. „Es ist eine Frage der Solidarität. Der Discobus soll ein Gemeinschaftsprojekt des gesamten Bezirkes sein und nur dann hat das Projekt einen Sinn“, so der Ortschef.

Für Initiator Mario Trinkl und die restlichen sieben Mitgliedsgemeinden ergibt sich durch die Tatsache, dass Rudersdorf am Probebetrieb nicht teilnimmt, ein anderes Problem. Die Beiträge der Gemeinden werden wohl zwangsläufig erhöht werden müssen. Das zwingt jedoch keine Gemeinde in die Knie – zur Freude von Trinkl.

Die Gemeinden Dt. Kaltenbrunn, Königsdorf, Eltendorf, Mogersdorf, St. Martin an der Raab, Mühlgraben und Minihof Liebau zahlen für den Probebetrieb Beiträge zwischen 1.137 (Königsdorf) und 1.600 Euro (Mogersdorf). Ob der Discobus nach dem Probebetrieb weiterhin seine Runden in die Discos MCM und Baby‘O fährt, wird im Jänner entschieden. „Es hängt davon ab, wie die Jugendlichen den Bus annehmen“, so Trinkl.