Erstellt am 13. November 2013, 23:59

von Michael Pekovics

Diskussion über Standort. Fernwärme / FPÖ kritisiert geplanten Standort und spricht von „Spekulation auf Umweltkosten“, weil gerodet wird. Energie Burgenland argumentiert mit „Betriebswirtschaftlichkeit“.

Bäume kommen weg. Hier wird das Fernwärmewerk der Energie Burgenland entstehen, das Waldstück wird gerodet. Das ärgert die FPÖ. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Von Michael Pekovics

Fernwärme / Grundsätzlich begrüßen die beiden FPÖ-Gemeinderäte Hans Rehling und Dietrich Wertz die Errichtung des Biomasse-Fernwärmeheizwerks im Kurort ja – schließlich haben sie ein solches jahrelang gefordert.

„Spekulation auf Kosten der Umwelt“

Kritisiert wird nun aber der Standort, weil „dadurch Spekulation auf Kosten der Umwelt betrieben wird“, wie die beiden sagen. „Ich sehe nicht ein, dass ein Wald gerodet werden muss, wenn es in unmittelbarer Nähe ein Grundstück gibt, das zum Verkauf steht“, ärgert sich Rehling.

Tatsächlich wird das Biomassewerk, wie am Bild rechts oben ersichtlich, direkt bei der südlichen Einfahrt nach Bad Tatzmannsdorf errichtet. „Unser Vorschlag wäre, die Errichtung etwas weiter südlich anzudenken. Damit würde weder die Ortseinfahrt verschandelt, noch müssten zig Bäume gerodet werden“, sagen Wertz und Rehling.

Nächste Sitzung beschließt Umwidmung

Die Energie Burgenland winkt aber ab, das sei betriebswirtschaftlich nicht durchführbar. „Ursprünglich wollten wir einen Teil des sogenannten ‚Fliesen Rehling-Grundstücks‘ kaufen, aber weil eine Teilung nicht möglich ist, haben wir uns für das Grundstück direkt gegenüber entschieden“, sagt Energie Burgenland-Pressesprecherin Alexandra Reimann.

Kurioserweise liegen beide Grundstücke auf Oberschützer Hotter, die Umwidmung wird in der kommenden Gemeinderatssitzung beschlossen. „Wir haben nur zu entscheiden, ob es aus Sicht der Raumordnung zulässig ist – und das ist es“, sagt ÖVP-Ortschef Günter Toth. „Auch vom Land gibt es bis jetzt noch kein Veto.“