Erstellt am 30. März 2011, 00:00

„Dramatische Steigerung“. SÜDBURGENLANDPLUS / Warum das Interesse an Ökoenergie „dramatisch“ steigt und das nicht erst seit der Katastrophe in Japan, weiß Projektmentor Reinhard Koch.

Reinhard Koch ist der Mentor für den Bereich »Ökoenergie«. Im Mai startet das Projekt in die Umsetzungsphase.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / In der Vorwoche wurden die vier Netzwerkgruppen Südburgenland vorgestellt. Das Projekt von Südburgenlandplus hat sich zum Ziel gesetzt, interessierte Menschen aus der Region zu vernetzen, um gemeinsam neue Projektideen zu finden und umzusetzen. In dieser Ausgabe präsentierten wir den ersten von vier Schwerpunkten mit dem Titel Ökoenergie.

„Die Mobilisierung der  Rohstoffe ist extrem wichtig“

Für jeden Schwerpunkt wurden Mentoren bestimmt, für Ökoenergie ist das Reinhard Koch, Leiter des Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie in Güssing. Für ihn geht es in erster Linie um „die bessere Mobilisierung der Rohstoffe, die ja die Grundlage für weitere Anlagen sind“. Nicht erst seit der Katastrophe in Japan sei der Anstieg des Interesses an Ökoenergie „dramatisch“, weiß Koch. „Die Umstürze in der arabischen Welt wie Ägypten und Libyen spielen eine große Rolle. Die Menschen sind sensibler geworden und merken, dass die Abhängigkeit stark ist.“ Dabei gebe es in der Region sowohl die Rohstoffe als auch die Technologie, um uns selbst zu versorgen.

Darauf zielen die sechs Projektideen (siehe Infobox links) auch ab: Die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen aus und in der Region. „Die Organisationsfrage muss gelöst werden, die Kosten oder Ressourcen sind dann nur zweitrangig, das läuft von selbst“, ist Koch überzeugt. „Wir entwickeln schwerpunktmäßig ein neues Programm, um noch besser umweltfreundliche Energie bei uns in der Region erzeugen und auch nutzen zu können.“