Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Drei Notarzt-Einsätze am Fußball-Wochenende. EREIGNISREICH / Verdacht auf Nierenriss in Unterschützen, Herzattacke in Pinkafeld und zertrümmertes Knie in St. Michael.

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REGION / Das Wochenende war nicht nur für die südburgenländischen Fußballvereine ereignisreich, auch die Notärzte hatten bei zwei Einsätzen am Samstag (Pinkafeld und St. Michael) und bei einem am Sonntag (Unterschützen) alle Hände voll zu tun.

In Pinkafeld stand es im 2. Liga-Duell gegen Stuben in der 15. Minute 0:0 (siehe Seite 80), als der Platzsprecher in einer Durchsage fragte, ob ein Arzt anwesend sei. Wie sich später heraus stellte, war ein Mann aus Kroisegg auf den Stiegen hinter der Tribüne zusammengebrochen. Nur wenige Minuten später kreiste auch schon der Notarzthubschrauber des ÖAMTC über dem Spielfeld. Der Schiedsrichter unterbrach daraufhin das Spiel für 20 Minuten. Laut Sektionsleiter Harald Windhaber sei es dem Mann beim Abtransport mit dem Hubschrauber „schon wieder besser gegangen“. Es habe sich weniger um einen Herzinfarkt, als um Kreislauf- oder Herzprobleme gehandelt.

Verdacht auf Nierenriss und  Knie an Pfosten zertrümmert

In St. Michael wurde der 3:1-Sieg gegen Strem von einer schweren Verletzung überschattet. Der Stremer Gernot Laky prallte in der 23. Minute bei einem Rettungsversuch mit dem Knie in vollem Lauf gegen den Pfosten des eigenen Tores. Sofort wurde der Notarzt gerufen, Dr. Fassl vom LKH Güssing übernahm die Erstversorgung. In der Zwischenzeit war das Spiel für knapp eine halbe Stunde unterbrochen. Im Krankenhaus dann die niederschmetternde Diagnose: „Zertrümmerung der linken Kniescheibe“. Bereits am Montag wurde Laky im Krankenhaus Oberwart operiert. Besonders bitter: Er hätte im Sommer seine Karriere beendet, um sich laut sportlichem Leiter Gerhard Deutsch „um Hausbau und Familie kümmern zu können“. Einen Tag vor der Verletzung brachte seine Frau Alexandra Sohn David zur Welt. „Wir wünschen Gernot alles Liebe und seiner Frau viel Kraft für die nächsten Monate“, sagt Deutsch.

Und dann noch die schlimme Verletzung des Riedlingsdorfer Spielers Patrick Pichler bei der 0:5-Niederlage in Unterschützen: Kurz vor der Pause krachte Pichler mit dem eigenen Tormann Dominik Fabsits zusammen. Pressesprecher Martin Karoli schildert den Vorfall: „Der Zusammenstoß passierte bei einem Luftzweikampf. Unser Tormann lief raus und erwischte Pichler mit dem Knie. Zuerst dachten wir, er hat ihn bei den Rippen getroffen.“ Als aber Pichler nach dem Zusammenstoß liegen blieb und nicht ansprechbar war, wurde sofort die Rettung verständigt. „Derzeit lautet die Diagnose Verdacht auf Nierenquetschung oder -riss“, erzählt Karoli.