Erstellt am 22. Dezember 2010, 00:00

Drogenring zerschlagen. ERFOLGREICH / Im Zuge der Ermittlungen kam es insgesamt zu 18 Verhaftungen und 25 Hausdurchsuchungen.

Ognjen Orasanin wird per internationalen Haftbefehl gesucht. Hinweise werden vom Landeskriminalamt Burgenland unter+4359133 1248 erbeten.  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

BEZIRK / Das Landeskriminalamt Burgenland (Außenstelle Oberwart) und das Bundeskriminalamt konnten einen internationalen Drogenring sprengen. Die polizeilichen Ermittlungen haben rund zehn Monate gedauert. Im Zuge der Ermittlungen kam es insgesamt zu 18 Verhaftungen und 25 Hausdurchsuchungen. Die 18 Personen, die festgenommen wurden, stammen aus Österreich, Bulgarien, Bosnien und Gambia. Zehn Mitglieder des Drogenrings befinden sich in Haft, einige davon wurden rechtskräftig verurteilt. Die anderen acht Personen wurden enthaftet und sind auf freiem Fuß. Gegen führende Mitglieder der Organisation wurden internationale Haftbefehle erlassen. „Die Hauptverdächtigen befinden sich auf der Flucht“, sagt der Oberwarter Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop.

Im Zuge der Hausdurchsuchungen wurden nicht nur Drogen, sondern auch Schusswaffen und Munition gefunden und sichergestellt. Die Bandenmitglieder sollen innerhalb von zwei Jahren mit 20 Kilogramm gestrecktem Heroin gedealt haben. Der Straßenverkaufswert beläuft sich laut den Ermittlern auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Drogendealer haben zudem auch eine größere Menge an Cannabis aus Holland nach Österreich gebracht und hier dann verkauft. Stein des Anstoßes war eine Raveparty in Markt Allhau, bei der sich Anrainer über massive Lärmbelästigung beschwerten und die Polizei einschalteten.
 

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„Im Zuge dessen wurden die Drogenermittler des Bezirks tätig und konnten diese internationale Spur ausforschen“, sagt Gallop. Die Verdächtigen haben über die „Balkanroute“ in einem Zeitraum von etwas zwei Jahren Drogen aus Bosnien nach Österreich geschmuggelt. Die Einfuhr des Heroins erfolgte über die Grenze in Nickelsdorf und Spielfeld (Steiermark). Die geschmuggelte Ware soll in 50-Gramm-Paketen an Abnehmer aus dem Großraum Wien, Niederösterreich und dem Burgenland verkauft worden sein.