Erstellt am 21. Dezember 2011, 00:00

„Du stehst mir im Weg“. SENSIBILISIERUNG / „Wer einem Behinderten seinen Parkplatz nimmt, sollte gleich auch die Behinderung übernehmen“, sagt ÖZIV-Präsident Hans-Jürgen Gross.

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VON DANIEL FENZ UND MICHAEL PEKOVICS

REGION / Fast alles gibt es zur Weihnachtszeit im Überfluss  – nur Parkplätze sind Mangelware. Das betrifft auch Behindertenparkplätze, die immer wieder von Menschen ohne Beeinträchtigung verstellt werden. Im Rahmen einer Aktion macht Hans-Jürgen Gross, Präsident des Zivil-Invalidenverbandes Burgenland (ÖZIV) gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und der Exektuvie auf die Problematik aufmerksam. „Unser Motto ist: Du stehst mir im Weg – Wenn Sie schon meinen Parkplatz nehmen, nehmen Sie auch meine Behinderung“, sagt Gross. Vor allem im Burgenland komme es immer wieder vor, dass die Parkplätze für Menschen mit Behinderung von solchen ohne Beeinträchtigung verstellt werden. „In Wien ist das anders, dort werden die Pkw relativ schnell abgeschleppt. Bei uns im Burgenland zahlt man 20 Euro Strafe und das wars“, sagt Gross. Tatsächlich ergaben Recherchen der BVZ, dass es im gesamten Bezirk Oberwart keinen Abschleppdienst gibt.

3,60 Meter breit ist ein Behindertenparkplatz. Das ist notwendig, damit Menschen im Rollstuhl überhaupt aus ihrem Fahrzeug aussteigen können. Im „eo“ sind die Autofahrer zum Großteil diszipliniert, zudem gibt es zwei Mitarbeiter, die darauf achten, dass die Behindertenparkplätze frei bleiben.

Der ÖZIV bemüht sich derzeit um ein Büro im Südburgenland, derzeit gibt es nur eines in Eisenstadt. Laut Gross hat Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) bereits zugesagt, dass der ÖZIV ein Büro in der Messe bekommt.