Erstellt am 18. Januar 2012, 00:00

Dutzende Bäume gerodet. NATUR / Sowohl Bürger als auch Ortschef fragen sich, warum Bäume entlang des Strembachs gerodet wurden. Laut Straßenbauamt herrschte „Gefahr im Verzug“.

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VON MICHAEL PEKOVICS

LITZELSDORF / Neuerdings klafft zwischen der B57 und dem Strembach eine große Lücke. Erboste Bürger meldeten sich bei der BVZ und beklagten „die Zerstörung eines naturbelassenen Platzes, der ein Traum für Radfahrer und Jogger“ gewesen war.

Bürgermeister Peter Fassl (ÖVP) reagierte auf Anfrage der BVZ erstaunt, denn: „Ich bin nicht glücklich über die Schlägerungsaktion. Wir haben zwar in der Gemeinde schon vor rund einem Jahr darüber gesprochen, dass wir einige dürre Bäume fällen wollen, um Schäden bei starkem Wind zu vermeiden. Aber von einer kompletten Rodung war nie die Rede.“ Zuständig für den Bereich sei aber nicht die Gemeinde, sondern das Straßenbauamt. Dort heißt es gegenüber der BVZ, dass „Gefahr im Verzug“ war: „Viele der alten Weiden waren schon sehr brüchig und morsch, deswegen mussten wir sie wegschneiden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.“ Immer wieder seien bei starkem Wind Äste abgebrochen und teilweise auch auf die Straße gefallen. „Wir mussten handeln“, bestätigt Erwin Pausz, Leiter des Betriebsdienstleistungszentrums Süd: „Die Aktion wurde auch mit dem Wasserbauamt koordiniert, weil es in diesem Bereich um die Gewährleistung des Hochwasserschutzes geht.“