Erstellt am 03. Januar 2014, 23:59

Eigenbetrieb dauert. Vorschau / Mit 1. Jänner geplante Einführung der „Oberwarter Stadtwerke“ zieht sich hin. Größte Fragezeichen über Spital und Kaserne.

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Von Michael Pekovics

OBERWART / Das neue Jahr stellt die Stadtgemeinde vor einige infrastrukturelle Herausforderungen. Dabei ist nicht das Wasser- und Kanalsystem gemeint, sondern vor allem die Verwaltung und der Bau beziehungsweise die Instandhaltung von Gebäuden.

Auf die größte Veränderung im Verwaltungsbereich der vergangenen Jahre müssen die Bürger noch warten. Denn die per 1. Jänner geplante Einführung des „Eigenbetriebes“, der „Stadtwerke Oberwart“ also, geht erst später über die Bühne – zuletzt war vom 1. Februar die Rede. Grund dafür ist, dass die Statuten zwar ausgearbeitet wurden, aber noch von einem Anwalt geprüft werden müssen. „Damit alles Hand und Fuß hat“, begründet Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP).

Großbaustellen rund um das Internat

Gleich neben dem geplanten Zentrum der „Stadtwerke“, dem neuen Wirtschaftshof nämlich, werden heuer zahlreiche Bagger auffahren. Einerseits – und das ist fix, weil die Stadt 180 Betten bereit stellen muss – für den Neubau der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP), der vom Bund finanziert wird, andererseits für den geplanten Umbau des städtischen Internats. Laut Rosner ist die Sanierung „zu 99 Prozent“ fix, der Neubau wäre damit vom Tisch. Fraglich ist hingegen noch, ob heuer auch der Neubau des Krankenhauses beginnen wird. Zuletzt hieß es, dass die Entscheidung über Sanierung oder Neubau Mitte Jänner fallen soll.

Ebenfalls völlig unklar ist die Zukunft des Kasernenareals mitten im Stadtgebiet. Per 1. Jänner spielt sich das militärische Leben im Südburgenland nämlich nur noch in der Musterkaserne Güssing ab, in Oberwart und Pinkafeld herrscht kein Betrieb mehr. Für die Verwertung der Grundstücke und zahlreichen Gebäude ist eine eigene Bundesheer-Gesellschaft zuständig, vor Redaktionsschluss war kein Verantwortlicher erreichbar.

Kaserne: Ab 1. Jänner gibt es keinen Betrieb. Eine eigene Gesellschaft soll einen Käufer finden.

Wirtschaftshof: Hier sollen die „Oberwarter Stadtwerke“ zu Hause sein. Die Frage ist nur, ab wann.

Krankenhaus Oberwart: Wann geht es endlich los mit dem Um- oder Neubau? Entscheidung im Jänner.

Städtisches Internat: Laut Stadtchef Rosner ist Umbau und Sanierung „zu 99 Prozent“ fix.Archiv