Erstellt am 25. September 2012, 11:29

Ein Monat keine Operationen. Operationssäle werden im Krankenhaus Oberwart zusammengelegt. Patienten werden auf Güssing und Oberpullendorf aufgeteilt.

Von Michael Pekovics

Im Zuge der Umbau- und Sanierungsarbeiten beim Krankenhaus werden die Operationssäle (OP) zusammengelegt. Konkret davon betroffen ist der Zentral-OP, in dem vom 29. Oktober bis 30. November keine Planoperationen durchgeführt werden können. Für Notfälle steht der Unfall-OP aber weiterhin zur Verfügung.
Die geplanten Eingriffe – immerhin rund 15 pro Tag – werden auf die Spitäler in Güssing und Oberpullendorf aufgeteilt. Dort ist man für den Ansturm gerüstet, weiß Dr. Gerhard Puhr, ärztlicher Leiter in beiden Häusern: „Wir hoffen, dass es zu keinerlei Problemen kommt, und haben die entsprechenden Kapazitäten freigehalten.“ Zusatz: „Das ist natürlich eine Herausforderung, wenn das größte Krankenhaus in der Region ausfällt. Aber wir werden sie annehmen und sie meistern, auch wenn die Situation einmalig ist.“

Insider warnt: „Keine Genehmigung für OP“

In der vom Umbau betroffenen Zentral-OP-Gruppe gibt es einen Raum, der schon immer für eine mögliche Erweiterung der Räumlichkeiten vorgesehen war. In diesem soll nach Fertigstellung des Projekts der Unfall-OP übersiedeln. Laut einem Insider soll das ohne neuerlichen Antrag auf Betriebsgenehmigung erfolgen: „Dabei wäre das unbedingt notwendig“, sagt der Informant. Aber Projektleiter Wolfgang Wallner von der KRAGES (burgenländische Krankenanstalten GmbH) winkt ab: „Wir haben die Termine für die Schlussgenehmigung mit den Behörden schon abgestimmt – wenn diese überhaupt notwendig ist. Schließlich handelt es sich ja nur um eine kleine bauliche Erweiterung.“

Grund für die Zusammenlegung der Operationssäle ist einerseits die Erweiterung der Kapazitäten und andererseits sollen Synergieeffekte genutzt werden. „Wir werden die technischen Einrichtungen wie Elektroinstallationen oder EDV-Systeme erneuern und an den Stand der Technik anpassen“, sagt Wallner. Im derzeitigen Unfall-OP ist aus heutiger Sicht die Errichtung einer zentralen Erstaufnahme geplant. Ab 3. Dezember soll im Zentral-OP wieder operiert werden können.