Bernstein

Erstellt am 20. Juli 2016, 11:01

von BVZ Redaktion

Zwei Frauen mit großen Herzen für Flüchtlinge. In Bernstein wird ein Wohnraum für eine achtköpfige Familie aus Afghanistan geschaffen. Das Haus von Rosemarie Balla-Piringer wurde von der Diakonie Südburgenland angekauft.

Haben ein großes Herz für die Integration. Pfarrerin Sieglinde Pfänder und Ortschefin Renate Habetler.  |  BVZ

Sieglinde Pfänder und Renate Habetler. Zwei Frauen, von denen man sich ein Stückchen abschneiden kann. Mit viel Engagement, Herzblut und Motivation haben sich diese zwei Damen etwas in den Kopf gesetzt.

Das Haus von Rosemarie Balla-Piringer soll zukünftig als Heimstätte für eine achtköpfige Familie aus Afghanistan dienen. „Die Asylzahl in Bernstein wird aber dennoch nicht erhöht, es kommt zu einer Reduzierung in Stuben und Redlschlag. Jetzt fehlen nur noch die Genehmigungen“, sagt Pfänder. Dann kann die Familie ihre Wohnung beziehen.

Dient als Heimstätte für eine Familie aus Afghanistan. Die Asylanzahl wird in Bernstein nicht erhöht. Es kommt zu einer Reduzierung in den Ortsteilen.  |  BVZ

Im alten Fuhr- und Lagerraum des Balla-Piringer Hauses soll ab Sommer 2017 ein Kaffeehaus eröffnet werden, das als sozial-ökonomischer Betrieb geführt werden soll. Das Finanzierungskonzept dafür wird gerade erarbeitet. Damit soll der Hauptplatz in Bernstein wieder belebt werden.

„Rosemarie, aktive Gewerbetreibende, hätte das sehr begrüßt“, erzählt die Bürgermeisterin Renate Habetler. „Sie war selber stets bemüht in der Gemeinde mitzuwirken und wünschte sich immer ein ‚lebendiges‘ Bernstein.“

Am Hauptplatz entsteht ein kleines Kaffee

Um die Gemeinschaft im Ort zu stärken, setzt man bei der Errichtung des Kaffeehauses auf die Dienstleistungen der ansässigen Firmen in der Großgemeinde. „Ob Fliesen, Heizung oder die Elektrik, es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns“, unterstreicht die Pfarrerin.

Auch die angebotenen Produkte sollen von den heimischen Betrieben zugekauft werden. Es soll ein kleines Kaffee am Hauptplatz entstehen, wo sich Jung und Alt sowie verschiedene Kulturen „Guten Tag“ sagen können.

Außerdem wird es nach dem Einzug ein Nachbarschaftsfest geben, um die Integration zu fördern und die Nachbarn einander näher zu bringen. Die Integration ebenso die Übersetzung soll durch Amin Delzendeh geschehen.

Ein junger Mann aus dem Iran, der bereits seit acht Jahren in Österreich lebt und die deutsche Sprache bestens beherrscht und selbst gut integriert ist. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Sieglinde Pfänder oder Bürgermeisterin Renate Habetler.