Erstellt am 17. Dezember 2012, 12:58

Einbruchserie im Südburgenland geklärt. Eine Serie von insgesamt 16 Einbrüchen mit 30.000 Euro Schaden, die in der Zeit vom 25. Dezember des Vorjahres bis Mitte Mai 2012 verübt worden sind, haben Ermittler im Bezirk Oberwart geklärt.

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Als Hauptverdächtiger gilt ein 47-jähriger gebürtiger Tiroler, der Ende Mai in der Steiermark auf frischer Tat ertappt wurde und seither in Haft sitzt. Er wurde bereits wegen weiterer 35 Einbrüche, die er in vier Ländern begangen haben soll, zu 46 Monaten unbedingter Haft verurteilt.

Vom 25. auf den 26. Dezember 2011 brachen Unbekannte zunächst in Pinkafeld in drei Schul- und Internatsgebäude sowie in eine Firma ein. Sie hatten es auf das Münzgeld von Kaffee-, Getränke- und Süßwarenautomaten abgesehen. Bis zum 17. Mai dieses Jahres folgten weitere zwölf derartige Coups in Schulen und in ein Kaffehaus in Pinkafeld.

Bei der Tatortarbeit wurden die Ermittler schließlich fündig: "Unter einem Tisch hat man einen Handschuh sichern können", so Fritz Wurglits, Leiter des Kriminaldienstes im Bezirk Oberwart, am Montag. Im Handschuh fand sich DNA, die man dem mutmaßlichen Haupttäter zuordnen konnte.

Dieser leugnete zunächst, gab den Ermittlern aber schließlich Hinweise auf eine 27-jährige Frau und einen 40-jährigen Mann aus Wien als mutmaßliche Komplizen. Warum er im Burgenland zugeschlagen habe, begründete der Hauptverdächtige mit einem früheren Aufenthalt im Gefängnis in Graz, schilderte Wurglits. Damals habe dort eine burgenländische Firma Arbeiten erledigt: "In dieser Firma war auch der erste Einbruch."

Warum er sich meist Schulen für die Automaten-Coups ausgesucht habe, begründete der 47-Jährige unter anderem damit, dass er keinen Kontakt mit möglichen Opfern haben wollte. Auch Indizien belasteten den mutmaßlichen Haupttäter und die beiden anderen Verdächtigen: Beispielsweise sei ein Leihauto angemietet und dafür der Betrag von 162 Euro und 67 Cent eingezahlt worden - in Münzgeld.

Als ihn Polizisten am 30. Mai dieses Jahres bei einem Einbruch in der Oststeiermark stellten, war der Mann bereits auf der Flucht, berichtete Wurglits. Bei der Einbruchsserie im Burgenland wurden insgesamt etwa 5.000 Euro Bargeld aus den Automaten erbeutet. Der Sachschaden lag - bei einer Gesamtschadenssumme von über 30.000 Euro - um ein Vielfaches höher.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Serieneinbrecher dürfte aufgrund früher begangener Delikte in Klagenfurt stattfinden, wo sich der Mann in Haft befindet. Seine beiden mutmaßlichen Komplizen wurden angezeigt.