Erstellt am 27. April 2016, 05:34

von Michael Pekovics

Einbrüche in Bahnhof: Großer Schaden, keine Beute.... Obwohl im Oberschützener Bahnhof nichts zu holen ist, wird regelmäßig eingebrochen. Der Schaden ist dafür umso höher.

Herbert Glotz, Obmann des Vereins »Schiene Südburgenland«, sieht seine Anliegen am Abstellgleis.  |  NOEN, BVZ

Seit einiger Zeit ist es wieder still geworden um die Bahnstrecke in Oberschützen und den dazugehörigen Bahnhof. Zu Besuch waren in jüngerer Vergangenheit eher unbeliebte Gäste – das Bahnhofsgebäude wird aktuell zum Ziel von Serieneinbrechern.

„Habe Eindruck, dass wir übrig bleiben sollen“

„Am Sonntag war die Kriminalpolizei da und am Montag die Spurensicherung“, erzählt Herbert Glotz, Obmann des Vereins Schiene Südburgenland, besser als „Frowos“ bekannt. Gestohlen wurde nichts, dafür sind die bei den Einbrüchen entstandenen Schäden umso höher: „Die Taten waren verbunden mit purem Vandalismus. Vermutlich, weil es nichts zu holen gibt“, sagt Glotz.

Ihn ärgern aber gerade nicht nur die Einbrecher, sondern er fürchtet auch, dass die Bahnstrecke Oberwart-Oberschützen von der „hohen Politik“ vergessen wird: „Ich habe den Eindruck, dass wir als Verein zwischen all den Beteiligten übrig bleiben sollen.“

Interessen schwer unter einen Hut zu bringen

Tatsächlich sind die zahlreichen Interessen der Beteiligten – Land Burgenland, Gemeinden Oberwart, Oberschützen und Bad Tatzmannsdorf, Südburgenländische Regionalbahn und deren Gläubiger – nur schwer unter einen Hut zu bringen

Glotz: „Mittlerweile ist es aber leider eine Tatsache, dass die beiden Bahnhöfe in Oberschützen und Bad Tatzmannsdorf Schandflecke sind und niemand wirklich weiß, wie es weitergehen soll. Das ist keine angenehme Situation für uns, weil uns als Verein immer gesagt wurde, wir sollen in Oberschützen bleiben, weil das die Chancen auf den Erhalt des Bahnhofes noch am ehesten sichert. Die aktuelle Situation ist jedenfalls für uns nicht lustig.“