Erstellt am 27. November 2013, 23:59

von Vanessa Bruckner

Eingsackelte Region. Umwelt / Das geplante Plastiktütenverbot der EU nahm die BVZ zum Anlass, um sich die aktuelle Situation im Landessüden anzusehen.

Von Vanessa Bruckner

BEZIRK / Die EU will die dünnen Plastiktüten verbieten. Ein Gesetz soll die EU-Mitgliedstaaten verpflichten, innerhalb eines Jahres den Verbrauch von Plastiktüten zu verringern und so auch der Verschmutzung der Weltmeere entgegenwirken. Dass Plastik schädlich für die Umwelt ist, wissen wir. Die BVZ hat die Situation im Landessüden genau unter die Lupe genommen. Ein Bericht über ein Material in Daten und Fakten.

26 Kilo Plastik pro Kopf im Burgenland

7.500 (!) Tonnen Leichtverpackungen, also Kunststofffolien und Hohlkörper, sammelt der Umweltdienst Burgenland (UDB) jährlich landesweit im Auftrag der Altstoffrecycling Austria AG (ARA). Pro Kopf und Jahr liegt die Sammelmenge Burgenland umgerechnet bei mehr als 26 Kilogramm (2012). Von der Gesamtmenge an im Burgenland gesammelten Leichtverpackungen (7.500 Tonnen) entfällt auf die Bezirke Oberwart, Güssing, Jennersdorf eine jährliche Sammelmenge von 2.600 Tonnen.

Sackerln sind statistisch schwer zu erfassen

„Der Anteil an Plastiksackerl an der gesammelten Jahresmenge ist nur ein Bruchteil der österreich- oder burgenlandweit gesammelten und verwerteten Leichtverpackungen“, weiß UDB-Geschäftsführer Helmut Löffler. Konkrete Zahlen über den pro Kopf Verbrauch von Plastiktüten kann er keine nennen. „Viele davon landen beim Restmüll oder leider auch immer wieder in der Biotonne. Es ist schier unmöglich, eine Zahl zu nennen.“

Was Löffler allerdings klar sagen kann: „Es hapert vonseiten der EU vor allem an der Kontrolle von bestehenden Regelungen. Österreich, insbesondere das Burgenland, nimmt eine Vorreiterrolle bei der Mülltrennung ein.“ Von einer Explosion der Plastiksackerl wollte Löffler allerdings nicht sprechen.