Erstellt am 30. April 2013, 12:05

Einkaufszentrum EKO droht Aus. Das Einkaufszentrum EKO (ECO) Oberwart ist insolvent. Über das Vermögen der Betreibergesellschaft Immocommerz Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co KG wurde laut KSV1870 das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.

Die Schulden werden mit 3,1 Mio. Euro angegeben, die Aktiva zum Buchwert werden mit 3,1 Mio. Euro und im Fall einer Zerschlagung mit 290.000 Euro beziffert.

Das Einkaufszentrum wird seit 2005 von Immocommerz betrieben. Als Ursache für die Insolvenz wird von den Betreibern ein Rückgang der Kundenfrequenz genannt: 2009 wurde das größere Einkaufszentrum Oberwart (EO) eröffnet. In der Folge seien Mieter dorthin abgewandert. Bis 2011 seien die Mieteinnahmen dramatisch gesunken. Mittlerweile stünden 40 Prozent der Geschäfte leer.

Den Gläubigern wird eine Sanierungsquote von 30 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab der Annahme angeboten. Laut der Tageszeitung "Kurier" hatte Immocommerz mit der Evangelischen Pfarre Oberwart als Grundstückseigentümerin und der Bank Burgenland eine Lösung gesucht. Ein Hotel hätte ins EKO einziehen sollen, der Plan sei aber nicht zustande gekommen. Nun werde ein neuer Rettungsversuch gestartet.

Zum Sanierungsverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Wagner aus Neusiedl am See bestellt. Für den 13. Mai wurde eine Berichtstagsatzung angesetzt, am 24. Juni soll der Sanierungsplan behandelt werden. Die Anmeldefrist wurde vom Landesgericht Eisenstadt mit 10. Juni festgesetzt.