Erstellt am 19. Oktober 2011, 00:00

Einsparungen durch sinnvolle Kooperation. GEMEINSAM / Zusammenarbeit über die Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinweg: Litzelsdorf und Ollersdorf machens vor.

Ollersdorfs Bürgermeister Oskar Fencz, Landesrätin Michaela Resetar, Litzelsdorfs Vize Martin Gerbafczits (SPÖ), Ortschef Peter Fassl und Landesvize Franz Steindl (v.l.) bei der Besichtigung der Sammelstelle.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

LITZELSDORF, OLLERSDORF / Drei Monate nach dem Start des gemeinsamen Altstoffsammelzentrums von Litzelsdorf und Ollersdorf wurde bei der offiziellen Inbetriebnahme die Bilanz gezogen.

Bessere Öffnungszeiten,  Gemeinden sparen Geld

 

„Die Bürger schätzen das bessere Service, schließlich haben wir im Zuge der Zusammenlegung die Öffnungszeiten erweitert“, erklärt Litzelsdorfs Ortschef Peter Fassl (ÖVP). Und auch Oskar Fencz, VP-Bürgermeister von Ollersdorf, sieht in der interkommunalen Zusammenarbeit nur positive Aspekte: „Wir konnten uns einerseits die Kosten für die Errichtung eines eigenen Sammelzentrums ersparen, andererseits sind die Ausgaben für die Müllentsorgung um 2.000 Euro pro Jahr gesunken.“ Positiv für Litzelsdorf ist, dass „wir das Sammelzentrum erstmals kostendeckend führen können“, wie Fassl betont.

Für Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) ist die gemeinde- und bezirksübergreifende Zusammenarbeit „ein Musterbeispiel für die Zukunft“. Künftig soll die Förderkulisse des Landes so ausgelegt werden, dass Projekte dieser Art besonders gefördert werden: „Da gibt es viel Potenzial: Gemeinden müssen künftig stärker zusammenarbeiten, ich kann mir mehr Projekte dieser Art vorstellen“, sagt Steindl, der auch für Bedarfszuweisungen künftig Modelle entwickeln will, wo gemeindeübergreifende Zusammenarbeit stärker berücksichtigt wird.

Einige Beispiele gibt es bereits. Etwa den neuen Kindergarten in Wolfau (die BVZ berichtete), der in Kooperation mit Markt Allhau und der Güssinger Gemeinde Hackerberg errichtet wurde. „Die Förderung für gemeindeübergreifende Kinderbetreuungseinrichtungen ist höher, auch der Ausbau der Radwege wäre ohne die Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinden nicht möglich“, betonte Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP).