Erstellt am 06. März 2013, 00:00

EKO: Hotel-Projekt ist gestorben. Aus der Traum / EKO-Betreiber gibt der Reformierten Kirche die Schuld. Kurator kontert: „Investionen wären schon längst überfällig.“

 |  NOEN
Von Michael Pekovics

OBERWART / Im Jänner berichtete die BVZ von einem geplanten Hotel-Projekt im Einkaufszentrum EKO. Jetzt, Anfang März, ist die mögliche Millionen-Investition auch schon wieder Geschichte. Geplant war, in der ehemaligen Libro-Filiale Hotelbetten nach Vorbild des Güssinger Hotels „COM.INN“ zu in-stallieren.

Betreiber: „Die Kirche 

Laut Betreibervertreter Walter Kager ist die Realisierung des Projekts aber abgeblasen: „Sowohl die Bank als auch die Investoren waren mit den Zugeständnissen des Eigentümers, der Reformierten Kirche, nicht zufrieden. Da war kein Entgegenkommen, das ist keine Basis, um Geld zu investieren.“ Tatsächlich ist die Reformierte Kirche Eigentümer des Grundstücks, während der Wiener Liegenschaftsverwaltung Immocommerz die Gebäude gehören. „Wir wollten die Liegenschaft sogar zu einem vernünftigen Preis (Anmerkung: 100 bis 110 Euro pro Quadratmeter) kaufen. Aber die Kirche hat gesagt, sie wollen das Geld nicht.“ Werner Gangoly, Pfarrkurator der Reformierten Kirche, sieht die Angelenheit etwas anders: „Anscheinend ist der Eigentümer nicht zur Umsetzung bereit. Da wurde ja, seit sie die Gebäude besitzen, kein Cent investiert. Wir haben kein ehrliches Bemühen gesehen, dass das Projekt tatsächlich auf Schiene kommt.“ Natürlich wäre auch der Kirche ein florierendes EKO lieber, aber: „Der Eigentümer ist nicht bereit, Geld in die Hand zu nehmen. Wir haben eine Mietreduktion von zehn Prozent für die Dauer der Bauzeit angeboten.“ Für Kager ist das aber „zu wenig.“

Doch kein Hotel-Projekt. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Libro-Filiale hätten ... Hotelbetten entstehen sollen. Pfarrkurator Werner Gangoly hätte eine Mietzinsreduktion gewährt.Archiv