Erstellt am 20. Februar 2013, 00:00

Energie für die Stadt. Neue Strategie / Bisher war Bad Tatzmannsdorf als Abnehmer für die Energie des Biomassekraftwerks im Gespräch. Jetzt ist alles anders.

OBERWART / Rund 50.000 Euro muss die Stadtgemeinde derzeit pro Jahr an die Energie Burgenland zahlen, weil im Biomassekraftwerk mehr Energie produziert, als verbraucht wird, so lautet eine „take or pay“-Vereinbarung mit Energie Burgenland. Bis vor Kurzem war als Lösung eine Leitung nach Bad Tatzmannsdorf ins Auge gefasst worden. Die Betriebe der Kurbad AG, das Rehabilitationszentrum und auch die Therme wären als Abnehmer infrage gekommen. Unter dem neuen Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) scheint ist die Situation nun aber eine andere. „Die Energie soll bei uns bleiben“, bestätigt Rosner. „Die neue Geschäftsführung von Energie Burgenland weiß bereits, dass wir Interesse haben. Aber wir müssen noch genauere Gespräche führen.“

„Energie ableiten, das 

Für Rosner liegt aber auf der Hand, dass „wir in Oberwart bald viel mehr Energie brauchen werden, schließlich stehen Projekte wie der neue Bauhof, der Neubau der BAKIP und des Internats an. Da wäre es doch unsinnig, die überschüssige Energie nach Bad Tatzmannsdorf zu leiten, wenn wir sie ohnehin gut brauchen könnten – auch für bereits bestehenden Objekte wie zum Beispiel das Messezentrum“.

Hintergrund dieser Überlegung ist einerseits, dass die Anlage seit etwas mehr als drei Monaten richtig funktioniert und andererseits das bei der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossene „Smart City“-Projekt. Wird es genehmigt, gibt es Förderungen für innovative Energieprojekte. „Es wäre natürlich von Vorteil, wenn sich jetzt schon der eine oder andere melden und sein Interesse bekunden würde“, hofft Rosner.