Erstellt am 16. September 2013, 11:08

Ermittlungen dauern an. Wie gestern bereits berichtet, wurde am Sonntag ein 51-jähriger Mann bei einem vermeintlichen Raubüberfall in Stadtschlaining, Bezirk Oberwart, schwer verletzt.

 |  NOEN, zVg
Wie die bisher durchgeführten Ermittlungen ergaben, sind die Täter mit Gewalt in die Wohnung eingedrungen. Derzeit geht man davon aus, dass nichts gestohlen wurde. Das Opfer befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus.
 
Das Motiv dürfte im privaten, vermutlich geschäftlichen Bereich liegen, zumal es zumindest zwischen dem ungarischen Täter und dem Opfer ein Naheverhältnis gegeben hat.
 
Weitere Ermittlungen sind derzeit noch im Gange. 

BVZ.at berichtete bereits vom Überfall:


Zwei markierte Männer waren in der Früh in das Wohnhaus des Mannes eingedrungen. Der 51-Jährige sprang auf der Flucht vor den Unbekannten aus einem Wohnzimmerfenster. Dabei erlitt er eine schwere Verletzung an der Hand, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Montag. Die mutmaßlichen Täter wurden bald nach dem Zwischenfall festgenommen.

Der 51-Jährige wurde vom Bellen seines Hundes geweckt. Als er in der Küche nachschaute, stand er plötzlich den zwei Maskierten gegenüber. Der Hausbesitzer flüchtete daraufhin ins Wohnzimmer und sprang aus dem Fenster. Beim Sturz aus zweieinhalb Metern Höhe verletzte er sich an der Hand schwer. Die beiden Täter folgten ihm laut Polizei und misshandelten den Verletzten noch, ehe sie das Weite suchten.

Ein Passant, der sich in der Nähe aufhielt, hörte den 51-Jährigen schreien und lief zu ihm hin. Dabei sah er noch zwei Männer zu einem Wagen laufen.

Jäger entdeckten Täter

Eine Stunde später bemerkten Jäger, dass zwei Personen in einem Wald neben einem Wagen Gegenstände verbrannten. Als einer der Waidmänner den Vorfall melden wollte, begegnete er einer Polizeistreife. Die Beamten nahmen die Verfolgung der mutmaßlichen Räuber auf.

In der Nähe des früheren Grenzüberganges Rattersdorf gelang es ihnen, den Wagen zu stoppen. Der 35-jährige Lenker aus Ungarn wurde festgenommen. Für den zweiten Verdächtigen, einen 20-jährigen Mann aus dem Bezirk Oberpullendorf, klickten am Sonntagabend die Handschellen.

Opfer im Spital

Der 51-Jährige musste operiert werden und befindet sich weiter in Spitalsbehandlung. Ob die Eindringlinge Beute gemacht haben, stand vorerst nicht fest. Die Ermittlungen der Polizei dauerten am Dienstag noch an. Das Motiv für die Tat dürfte im privaten, geschäftlichen Bereich gelegen sein, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland mit. Zwischen einem der beiden festgenommenen Verdächtigen und dem 51-Jährigen habe es ein Naheverhältnis gegeben.

Laut der Tageszeitung "Österreich" hatten die Eindringlinge auf der Flucht den Chihuahua des 51-Jährigen mitgenommen. "Der Hund ist wieder da", so ein Polizeisprecher.