Erstellt am 06. Dezember 2013, 09:02

Ersthelfer und First Responder retten Menschenleben. Am Mittwoch retteten beherzte Ersthelfer und ein First Responder des Roten Kreuzes einem 68-jährigen Mann im Bezirk Oberwart das Leben.

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First Responder Mario Schmölzer, Sanitäter beim Roten Kreuz in Oberwart, wird sich noch lange an diesen Einsatz erinnern.

"Dass mein Handy läutet und ich zu einem First Responder-Einsatz gerufen werde, passiert oft", erzählt Schmölzer. "Aber dass ich am Notfallort ankomme und die anwesenden Ersthelfer bereits perfekt Erste Hilfe geleistet haben, das kommt nicht jeden Tag vor".

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Ein 68-Jähriger hatte bei landwirtschaftlichen Arbeiten plötzlich Übelkeit verspürt, wenig später kollabierte er und erlitt einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Zwei anwesende Männer griffen sofort beherzt ein und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr habe er einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, erzählt einer der Männer später dem First Responder des Roten Kreuzes, als er von diesem für die vorbildliche Hilfe gelobt wird. Daher wisse er, welche Maßnahmen gesetzt werden mussten.

Wiederbelebungsmaßnahmen voll im Gange

Wenige Augenblicke nach Beginn der Maßnahmen traf auch der Rettungswagen des Roten Kreuzes, der zufällig in der Nachbarortschaft gewesen und sofort zum Einsatzort geschickt worden war, mit Notfallsanitäter Norbert Muhr als Einsatzfahrer sowie zwei Zivildienern ein.

Als Schmölzer am Notfallort ankam, war die Reanimation durch die Ersthelfer voll im Gange. Der First Responder unterstützte mit seinem Wissen, seiner Erfahrung und seinen notfallmedizinischen Materialien.

Defibrillation des Patienten und Hubschrauber-Transport

"Die Kollegen haben sofort mit der Defibrillation des Patienten begonnen", erzählt der RK-Mitarbeiter. "Bereits nach der ersten Schockabgabe konnten wir wieder Kreislaufzeichen feststellen". Kurz darauf traf auch ein Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes ein. Der Patient wurde weiter versorgt.

Als dann auch noch der Notarzthubschrauber Christophorus 16 (zusätzlich angefordert, um den Patienten gleich in eine Spezialklinik bringen zu können) landete, war der 68-Jährige bereits wieder ansprechbar. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber ins LKH Graz geflogen.

"Es war mir ein Bedürfnis, meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen"

Wenn sich Mario Schmölzer an dieses Ereignis erinnert, geht ein Lächeln über sein Gesicht. "Als professionelle Helfer wissen wir, was man im Notfall machen muss. Viele Ersthelfer sind aber oft überfordert und trauen sich nicht zu helfen. Umso schöner ist es, wenn man sieht, wie zwei beherzte Männer ganz wichtige Maßnahmen ergreifen und so jemandem das Leben retten", erzählt er berührt.

"Es war mir ein Bedürfnis, meine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Ich habe den beiden Ersthelfern mehrmals gesagt, wie stolz ich auf ihre Leistung bin, und dass sie alles richtig gemacht haben. Da sieht man wieder einmal, wie wichtig es ist, hin und wieder mal einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen", meint Schmölzer abschließend.