Erstellt am 30. April 2014, 09:43

von Vanessa Bruckner

„Es waren Tausende“. Naturphänomen / Paarungszeit der Zuckmücke sorgte für Verwirrung. Die Insekten „besiedelten“ ganze Häuser im Bezirk.

Zuckmücken stechen, entgegen der Befürchtung vieler, nicht.  |  NOEN
Über der Parkstraße in Bad Tatzmannsdorf schwebte vergangene Woche eine schwarze, äußerst lebendige Wolke. Und nicht nur hier stellten sich Einwohner die Frage, ob eine der sieben Plagen, von der in der Bibel berichtet wird, abermals die Menschheit heimsucht.

"Die Hausmauer und die Luft waren schwarz"

„Es waren Tausende auf unserem Balkon“, berichtet Sabine Gollnhuber aus Sulzriegel und erzählt weiter, „das Licht auf der Terrasse war die ganze Nacht an, weil es so eine Masse an Insekten war, dass der Bewegungsmelder ständig darauf reagiert hat.“

Auch Sylvia Zapfel aus Riedlingsdorf bestätigt das Spektakel: „Als ich die Tür zum Balkon geöffnet habe, war die Hausmauer schwarz, genauso wie die Luft. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Was viele Menschen im Bezirk beobachtet haben, war, so ein Experte, die Paarungszeit der Zuckmücke. Etwa 570 Arten dieser Gattung gibt es weltweit. Die Lebensdauer der erwachsenen Zuckmücken beträgt oft nur wenige Tage.

Die Männchen besitzen buschige Fühler und bilden zur Paarungszeit riesige Schwärme, welche stark an Rauchschwaden erinnern. Entgegen der Befürchtung vieler Einwohner sticht diese Mückenart nicht und nach zwei Tagen hatte der Spuk im Bezirk auch ein Ende – das Leben der Mücken demzufolge auch.