Erstellt am 23. März 2011, 00:00

Fasten einmal anders. UMWELTSCHUTZ / Wolfgang Spitzmüller verzichtet in der Fastenzeit auf den Pkw. Ganz ohne kommt aber auch er nicht aus.

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VON MICHAEL PEKOVICS

WILLERSDORF, OBERWART / Die Einen verzichten in der Fastenzeit auf Alkohol, die Anderen auf Fleisch. Und dann gibt es Wolfgang Spitzmüller aus Willersdorf. Sein Ziel für die Zeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag: Der vollständige Verzicht auf das Auto. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: „Einerseits wird die Umwelt geschont, andererseits meine Geldbörse. Zudem halte ich mich fit und spare mir Zeit, weil ich durchs Radfahren kein eigenes Fitnesstraining brauche“, betont der grüne Bezirkssprecher, der auch sonst bei jeder Gelegenheit das Rad- dem Autofahren bevorzugt. „Wenn es gar nicht anders geht, benutze ich aber schon das Auto oder versuche Fahrgemeinschaften zu bilden. Zum Beispiel, wenn ich ein Kind abholen muss, etwas transportiere oder wenn das Wetter wirklich extrem schlecht ist.“ Auch im Winter hat sich Spitzmüller auf´s Rad gesetzt. „Bei Schneematsch war das aber kein wirkliches Vergnügen.“ Aber jetzt, wo die Temperaturen steigen und der Frühling Einkehr hält, möchte er das Radfahren nicht missen.

Für die rund zehn Kilometer von Willersdorf zu seinem Arbeitsplatz in Oberwart braucht er zirka 30 Minuten. „Bei Gegenwind etwas mühsam, aber die schönen Augenblicke in der Natur möchte ich nicht missen.“ Für ihn ist das „Autofasten“ kein Verzicht, sondern ein Gewinn. Gestört wird das Radfahrvergnügen aber derzeit durch die Baustelle bei der Anbindung der neuen Umfahrung an die B50 nördlich von Oberwart. „Früher war ich fast ausschließlich auf Rad- oder Güterwegen unterwegs, heute muss ich auf der Bundesstraße fahren“, sagt Spitzmüller.

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die rund zehn Kilometer von Willersdorf nach Oberwart braucht Spitzmüller zirka 30 Minuten: „Bei schlechtem Wetter und Gegenwind ist es schon oft eine Qual, aber die schönen Momente in der Natur möchte ich nicht mehr missen.“

PEKOVICS