Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Fehlalarm in der EMS: ,Wir schauen nicht weg‘. SCHNELL REAGIERT / Männer mit Paintballausrüstung sorgten am Donnerstag für einen Großeinsatz der Polizei.

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Aufregung gab es am Donnerstag der Vorwoche in der Oberwarter Schulgasse: Eine Lehrerin der Berufsschule hatte gegen Mittag verdächtige Personen vor der Schule gesehen. Drei Männer stiegen aus einem Pkw aus, einer von ihnen soll eine Maske getragen und etwas Waffenähnliches in der Hand gehalten haben.

Großaufgebot der Polizei  war schnell vor Ort

Die Lehrerin verständigte EMS-Direktor Klaus Schermann, dieser schaltete sofort die Polizei ein. Die Exekutive rückte einem Großaufgebot aus und stellte die drei Männer. Bei der Überprüfung fanden sie heraus, dass es sich um Berufsschüler handelte. Die „Waffe“ soll ein Markierer einer Paintballausrüstung gewesen sein.

„Lieber einmal zu viel, als  einmal zu wenig alarmiert“

„Direktor Schermann hat richtig reagiert“, lobten die Einsatzkräfte die sofortige Alarmierung. Auch wenn es sich um einen Fehlalarm gehandelt habe, sei es doch besser, bei Vorfällen dieser Art immer sofort die Polizei zu verständigen.

„Wir sind eine Schule des Hinschauens“, sagt Schermann. „Mir ist lieber, wir verständigen die Polizei einmal zu viel als einmal zu wenig, schließlich liegt uns die Sicherheit der Schüler sehr am Herzen.“ Die EMS Oberwart ist neben der Volksschule die einzige Bildungseinrichtung in Oberwart, die während der Schulzeit nicht betreten werden kann. „Die Türen sind zugesperrt, wir haben eine Gegensprechanlage, bei uns kommt niemand herein“, sagt Schermann, der im Zuge des Fehlalarms für „mehr Aufmerksamkeit in allen Lebensbereichen“ appelliert: „Wir in der Schule versuchen, Probleme zu lösen und nicht wegzuschauen. Vielleicht ist das Interesse an der EMS auch deswegen so groß. Auch wenn es mühsam ist – es gibt viele Probleme, derer wir uns annehmen könnten. Gerade in der Schule – aber auch anderswo – ist das Hinschauen extrem wichtig.“