Erstellt am 05. Oktober 2011, 00:00

Fehlplanung oder Einsparung. POLITIK / FPÖ kritisiert, dass Volksschule und Kindergarten vom Netz der Fernwärmeheizung genommen wurden. Stadtchef Maczek argumentiert mit geringeren Kosten.

VON MICHAEL PEKOVICS

PINKAFELD / Bis vor Kurzem wurden die Volksschule und der Kindergarten mit Energie aus dem Fernheizkraftwerk versorgt. Das hat sich nun geändert, künftig werden die beiden Bildungseinrichtungen mit Erdgas beheizt.

Das ärgert FPÖ-Spitzenkandidaten Peter Jauschowetz: „Im November 2002 hat der Gemeinderat den Beitritt zum Klimabündnis beschlossen. Und jetzt dieser Schlag ins Gesicht des Umweltschutzes“. Bürgermeister Kurzt Maczek (SPÖ) begründet den Schritt mit den geringeren Kosten: „Wir haben uns das genau durchgerechnet, durch die Umstellung ersparen wir uns zirka ein Viertel der Kosten.“ Jauschowetz bleibt dennoch bei seinen Argumenten: „Die Biomasseanlage im Fernheizkraftwerk produziert saubere Energie. Damit wird ein großer Beitrag für den Umweltschutz geleistet, schließlich werden dadurch jährlich rund 3.000 Tonnen CO? eingespart.“ Laut FPÖ verbleiben durch den Einsatz erneuerbarer Energie rund 600.000 Euro an Wertschöpfung in der Region, zudem werden Arbeitsplätze langfristig abgesichert. „Das ist eine krasse Fehlplanung der Gemeinde“, bekräftigt Jauschowetz seine Kritik an Maczek. Dieser lässt das natürlich nicht gelten: „Wir sind dabei, ein längerfristiges Konzept zu machen. Aber aktuell haben wir alles genau durchgerechnet und uns aus Gründen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit für die Erdgaslösung entschieden.“ Im gleichen Atemzug kritisiert Maczek die hohen Energiekosten der Fernwärme: „Das ist eine wärmetechnische Abzockerpartie – und das seit Jahren. Viele angeschlossene Haushalte zahlen das Doppelte – als Gemeinde spielen wir da nicht mit.“