Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Fischer: „Weiter suchen“. GEDENKEN / Im Rahmen der Gedenkfeier für die Opfer des Südostwallbaus wurde das Museum Kreuzstadl eröffnet.

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RECHNITZ / Seit mittlerweile 20 Jahren widmet sich der Verein „RE.F.U.G.I.U.S.“ dem Gedenken an die Ermordung von rund 200 jüdischen Zwangsarbeitern beim Kreuzstadl in Rechnitz, aber auch aller Opfer des Südostwallbaues. In diesem „Jubiläumsjahr“ wurde das Museum Kreuzstadl eröffnet.

Mit Gebeten und Kranzniederlegungen wurde am vergangenen Sonntag an das auf den Tag genau vor 67 Jahren verübte Massaker gedacht.

Die anschließende Eröffnung des Museums nahmen Oberkantor László Fekete (Budapest), Dr. Ludwig Popper (RE.F.U.G.I.U.S.), Bürgermeister Engelbert Kenyeri, Landtagsabgeordneter Norbert Sulyok, Landesrat Helmut Bieler, Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg (Wien) und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer vor.

„Die Suche nach dem Massengrab muss weiter gehen und die Stelle muss gefunden werden, um den Ermordeten eine würdige Grabstätte geben zu können“, forderte der Bundespräsident in seiner Rede.

Das neu errichtete Freilichtmuseum ist in Form eines bogenförmigen Grabens angelegt und dokumentiert auf großen Schautafeln die Geschehnisse beim Bau des Südostwalls und das Massaker beim Kreuzstadl. Vor den Glaselementen stehen fünf Säulen, in denen in Vitrinen Werkzeug und Kleidungsstücke von Zwangsarbeitern sowie Videoaufnahmen von Zeitzeugen gezeigt werden.

Die Baukosten für das Museum Kreuzstadl belaufen sich auf 400.000 Euro und konnten durch öffentliche Förderungen von Bund, Land und EU sowie Spenden von Einzelpersonen weitgehend aufgebracht werden. Zur endgültigen Finanzierung fehlen nur noch rund 40.000 Euro.