Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:32

von Vanessa Bruckner und Lisa Pichler

Flüchtlinge im Jabinger Pfarrhof. Im örtlichen Pfarrhof soll eine Flüchtlingsfamilie eine Bleibe finden. Seit Wochen wird das Gebäude renoviert.

APA/HELMUT FOHRINGER
„Wir sind Christen. Nächstenliebe ist in unserer Kirchengemeinde nicht nur ein Wort“, bringt es Sonja Frühmann, Vertreterin des Pfarrgemeinderates von Jabing, auf den Punkt.

Die örtliche römisch-katholische Pfarre plant nämlich eine Flüchtlingsfamilie im Pfarrhof aufzunehmen. „Das Haus bietet leicht Platz für eine Großfamilie und steht seit Jahren leer, während in Österreich täglich tausende Menschen ein Dach über dem Kopf suchen“, erklärt Frühmann das Vorhaben weiter.

Der Pfarrhof, der eben jahrelang unbewohnt war, musste demzufolge in den letzten Wochen baulich adaptiert werden.

Herkunft der Familie ist noch unklar

„Jetzt geht es darum, das Haus mit dem Wichtigsten auszustatten. Dafür bitten wir die Bewohner von Jabing um Mithilfe. Gemeinsam ist es sicher möglich, eine Grundausstattung für die Wohnung auf die Beine zu stellen“, ist die Pfarrvertreterin überzeugt.

Jabings Bürgermeister Günter Valika ist stolz auf die Initiative in seiner Gemeinde. „Die Pfarre hat ohne jeglichen Zwang beschlossen, zu helfen. Als Bürgermeister unterstütze ich das natürlich, wo ich kann. Welche Familie einziehen wird, wissen wir derzeit noch nicht.“

Die Bewohner von Jabing seien den Plänen der Pfarre gegenüber positiv eingestellt, heißt es von den Verantwortlichen.

„Den letzten Asylwerber, den wir hier aufgenommen haben, lebt mittlerweile in der dritten Generation bei uns, ist äußerst gut integriert und hat eine eigene Firma aufgemacht“, berichtet Valika. Für Jänner ist außerdem noch die Aufnahme zwei weiterer Familien geplant, die eine Dame dann privat bei sich aufnehmen möchte.

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