Erstellt am 18. November 2015, 12:18

von Michael Pekovics

Lob für den Bezirk. Das Durchgriffsrecht des Bundes kann durch Erfüllung der Bezirksquote von 1,5 Prozent verhindert werden.

Infoveranstaltung. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Oberwarter Rathaussaal informierte das Land, das Rote Kreuz, die Diakonie und der Verein »Flüchtlingsinitiative Südburgenland« über den Umgang mit Flüchtlingen.  |  NOEN, Pekovics
Der Verein „Flüchtlingsinitiative Südburgenland“ lud gemeinsam mit der Stadtgemeinde in der Vorwoche zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Flüchtlinge und Asyl“. Das Interesse war enorm, der Rathaussaal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bürgermeister danke für „Welle der Hilfsbereitschaft“

Flüchtlingsreferent Wolfgang Hauptmann strich dabeidie Vorreiterrolle des Bezirks Oberwart hervor: „Der Bezirk wird immer wieder als Vorbild genannt – nicht nur im Burgenland, sondern in ganz Österreich.“ Etwas mehr als 500 Flüchtlinge sind derzeit im Bezirk untergebracht, zur Quote von 1,5 Prozent fehlen aber noch rund 300 Plätze.

„Wenn der Bezirk diese Quote erfüllt, gibt es kein Durchgriffsrecht des Bundes“, betonte Hauptmann und appellierte dafür, noch mehr Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Auch Bürgermeister Georg Rosner bedankte sich für die „Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Bevölkerung, als in der Messehalle an drei Tagen rund 1.800 Menschen erstversorgt wurden“.

Pfarrerin: „Wünsche mir, dass Oberwart bunter wird“

Diese drei Tage waren auch Stein des Anstoßes für die Gründung des Vereins „Flüchtlingsinitiative Südburgenland“ (FISB) mit Obfrau Dagmar Frühwirth-Sulzer (Kontakt siehe links): „In Zukunft wollen wir die Begegnungen und den Austausch zwischen den Kulturen und somit die Integration gezielt fördern“, sagt die Obfrau.

Genau darum ging es auch Pfarrerin Sieglinde Pfänder in ihrer Stellungnahme, in der sie an das „Mitgefühl der Bevölkerung“ appellierte: „Ich wünsche mir, dass Oberwart bunter wird.“

In der Bezirkshauptstadt sind nämlich derzeit nur 13 Flüchtlinge untergebracht – demnächst könnten aber zehn neue Familien kommen (siehe Seite 2 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe!). Flüchtlingsreferent Hauptmann war jedenfalls von der positiven und aufgeschlossenen Stimmung bei der Veranstaltung begeistert: „So schön, wie es hier bei euch abläuft, ist es selten.“


Informationen

Flüchtlingsinitiative Südburgenland (FISB)

Kontakt

Obfrau Dagmar Frühwirth-Sulzer 0676/ 9315336

E-Mail fisb.info@gmail.com

Mobile Flüchtlingsberatung Burgenland

Kontakt

Tine Steiner

0664/ 88682234

E-Mail mobeb@diakonie.at