Erstellt am 12. Januar 2011, 00:00

Flugrettung im Einsatz. BILANZ 2010 / Im Jahr 2010 flog die ÖAMTC-Flugrettung 735 Einsätze im Burgenland. Die Zukunft des Christophorus-Standortes in Oberwart ist gesichert.

Insgesamt rückte der Notarzthubschrauber Christophorus 16 im Jahr 2010 zu 735 Einsätzen aus - im Vergleich zu 2009 ist das ein leichtes plus von 0,7 Prozent. ARCHIV  |  NOEN
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OBERWART, REGION / „Im vergangenen Jahr wurde der im Burgenland stationierte Notarzthubschrauber Christophorus 16 zu insgesamt 735 Einsätzen gerufen“, berichtet der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, Reinhard Kraxner. Im Vergleich zu 2009 bedeutet das für den Stützpunkt Oberwart ein leichtes Einsatzplus um 0,7 Prozent.

101 Einsätze wegen Unfällen  im Haus, Arbeit oder Freizeit

„Wesentlichste Aufgabe der ÖAMTC-Notarzthubschrauber-Crews ist es, Verletzte nach Unfällen oder Patienten mit akuten Erkrankungen notfallmedizinische Hilfe zu leisten“, beschreibt Kraxner die Anforderungen. Am häufigsten (56,3 Prozent) wurde der burgenländische Notarzthubschrauber zu internistischen und neurologischen Notfällen gerufen. Unfälle in der Arbeit, im Haushalt, in der Schule oder in der Freizeit waren bei 101 Einsätzen der Grund für die Alarmierung des Hubschraubers. Verkehrsunfälle wiederum machten lediglich etwas mehr als neun Prozent der Einsätze aus.

„Insgesamt hat die Einsatztätigkeit der ÖAMTC-Notarzthubschrauber 2010 wieder zugenommen“, hält Kraxner fest. „Unsere 16 Hubschrauber flogen 14.816 Einsätze, das sind 886 mehr als im Jahr 2009.“ Bei diesen durchschnittlich über 40 Einsätzen pro Tag wurden über 12.700 Patienten versorgt. „Ohne die 48 Piloten, über 280 Notärzte und die rund 250 Flugrettungssanitäter des Roten Kreuzes, der Wiener Rettung und der Bergrettung wäre die schnelle Hilfe aus der Luft jedoch unmöglich“, ist der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung stolz auf das Engagement der Notarzthubschrauber-Crews.

Das Burgenland verfügt bereits seit Jahren über ein System, das zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten funktioniert. Einsätze der Notarzthubschrauber werden im Burgenland von zwei Stützpunkten aus gestartet.

Standort in Oberwart ist  langfristig abgesichert

Das Nordburgenland wird bereits seit Ende 1984 aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Land Burgenland und dem ÖAMTC durch Christophorus 3 von Wiener Neustadt aus versorgt. Der Standort Oberwart (Christophorus 16) kam nach einer europaweiten Ausschreibung Ende 2005 zur Versorgung des Südburgenlandes hinzu. Für beide Flugrettungsstützpunkte bestehen langfristige Verträge. Im Sinne einer sozial verträglichen Flugrettung ist so auch weiterhin gewährleistet, dass den Patienten, mit Ausnahme von Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich, keinerlei Kosten für den Einsatz eines ÖAMTC-Notarzthubschraubers entstehen.