Erstellt am 21. Mai 2014, 10:37

von Vanessa Bruckner

Frau Noah und Einstein. Sulzriegel /  Zuwachs in der Sulzriegler Arche Noah. Sabine Gollnhuber zieht seit einigen Wochen ein Lämmchen mit der Flasche groß.

Windeljonny. Sabine Gollnhuber mit ihrem Schützling. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa
Die Mama wollte das schwarze Schaf nicht in ihrer Familie haben. Was für ein Glück, dass Frau Nachbarin auf zwei Beinen Tiere mag, denn so hat Einstein heute nicht nur das „Meckern“ im Hause Gollnhuber, sondern auch gleich eine neue Familie mit dazu.

Hunde und Katzen als Schaf-„Geschwister“

Wobei das herzige Schaf Geschwister von der ganz besonderen Sorte hat. Sechs Hunde und drei Katzen, um genau zu sein. Frauchen Sabine hat nämlich ein Herz für Tiere – und zwar ein Großes.

x  |  NOEN, Vanessa
„Die Mutter hat das Lamm nach der Geburt verstoßen, vermutlich weil es eben braun ist und nicht, wie das Muttertier selbst, ein weißes Fell hat“, erzählt Sabine Gollnhuber, deren Haus von Nachbarn und Bekannten bereits liebevoll „Arche Noah von Sulzriegel“ getauft wurde.

„Ich warte nur noch, bis er zu bellen beginnt“

Schaf „Einstein“ hat definitiv die Windeln an, im Hause Gollnhuber. „Er ist ein Herdentier und will ständig in meiner Nähe sein, deswegen muss er im Haus eben eine Windel tragen“, erklärt die Tiermama, die sich in den ersten Wochen dreimal pro Nacht den Wecker stellte, um ihren Schützling auf vier Hufen zu füttern.

Die engagierte Tierschützerin, die vom Eichkätzchen bis hin zur Fledermaus oder einem Siebenschläfer schon unzählige Tierbabys in Not mit der Hand aufgezogen hat, meint schmunzelnd: „Es scheint sich wohl schon bis ins Tierreich herumgesprochen haben, dass es die Arche Gollnhuber gibt.“

Bei aller Liebe zu ihrem Schützling soll das Schaf aber sobald wie möglich wieder in eine Herde eingegliedert werden. „Einstein verhält sich schon wie ein Hund und folgt mir auf Schritt und Tritt. Ich warte nur noch darauf, dass er zu bellen beginnt.“