Erstellt am 01. Juni 2011, 00:00

Friedhof kommt zur Ruhe. FERTIGSTELLUNG / Seit 2009 Thema, wird die Friedhof-Sanierung in Buchschachen heuer endlich zu ihrem Abschluss gebracht.

Bald sollen die Renovierungs-Arbeiten rund um die Leichenhalle des Buchschachener Friedhofs endgültig ruhen. ROIS  |  NOEN
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VON SILKE ROIS

BUCHSCHACHEN / Mehr als zwei Jahre lang sind sie nun bereits im Gange, die Arbeiten zur Friedhof-Sanierung in Buchschachen, und die Kosten sind laufend gestiegen, wurde in der Gemeinderatssitzung vergangene Woche zum Tagesordnungspunkt „Fassadengestaltung der Leichenhalle“ etwas kritisch angemerkt.

Seit der ersten Planung, die 2009 vorgenommen wurde und sich auf Kosten zwischen 50.000 und 60.000 Euro belief, haben sich die Ausgaben mittlerweile nämlich auf knapp 130.000 Euro verdoppelt. Erklären lässt sich das aber dadurch, so Bürgermeister Hermann Pferschy, dass „einfach immer noch etwas dazu kam und das Ganze schlussendlich auf eine Generalsanierung der Leichenhalle und des Vorplatzes hinauslief“.

„Innen wie außen war  Erneuerung notwendig“

Eine Renovierung der Leichenhalle, Anfang der 1970er errichtet, war wirklich notwendig, sagt auch Vizebürgermeisterin Regina Hagenauer, selbst Buchschachenerin, und es wurden dann auch seitens der Bevölkerung diverse Wünsche eingebracht, die man natürlich berücksichtigen wollte. „Immerhin hat gerade in kleinen Ortschaften der Friedhof einen wichtigen Stellenwert und es war den Leuten ein Anliegen, dass das wieder ordentlich hergerichtet wird.“

In Etappen wurde seit 2009 die Leichenhalle nun im Inneren völlig renoviert, ein Vordach angebracht, der Vorplatz erneuert, und jetzt wird noch gepflastert und asphaltiert sowie die Fassade der Leichenhalle neu gestaltet, wofür in der Gemeinderatssitzung die letzten Auftragsvergaben beschlossen wurden.

Dass im Hinblick auf die Planungen beziehungsweise die Kostenexplosion Versäumnisse passiert sind, wurde aber eingeräumt. „Leider haben wir damals keine Bauaufsicht hinzugezogen“, so Pferschy, der sich „seither geschworen“ hat, „keinen Bau in der Gemeinde mehr ohne Bauaufsicht zu machen.“

Mit diesem Argument versuchte der Ortschef dann auch geäußerte Bedenken dahingehend zu beruhigen, ob denn derartig unvorhergesehene Mehrkosten nicht auch beim Bau des Schulzentrums auftreten könnten. Ebenfalls in dieser Sitzung wurde mit mehrstimmigem Beschluss nämlich ein Großteil der Aufträge für den Schulbau in der Höhe von 3,6 Millionen Euro vergeben. Da der ganze Prozess in Sachen Schulzentrum von einem professionellen Projektsteuerungsunternehmen beaufsichtigt werde, geschehe so etwas im Fall der Schulen sicher nicht, erklärte der Bürgermeister.

Abschluss der Friedhof-  Sanierung für Juli geplant

Was den Abschluss der Friedhof-Sanierung betrifft, so sollen die letzten Arbeiten nun jedenfalls zügig über die Bühne gehen, und, so Pferschy, im Juli beendet sein. Das Einzige, das dann in einem weiteren Schritt noch umgesetzt wird, ist eine erstmalige Errichtung von Urnengräbern, die aber ohne großen Aufwand ebenfalls noch heuer fertiggestellt werden kann, heißt es seitens der Gemeindespitze. „Die Gemeinde baut hierzu nur die Fundamente, und jede/r kann dort dann Urnen bestatten“, erläutert der Bürgermeister. In weiterer Folge plant man das dann auch in Markt Allhau umzusetzen.

In Buchschachen aber jedenfalls sollen damit die Sanierungsarbeiten auf der Friedhofsanlage heuer wirklich ein Ende finden – ein Umstand, der vor allem auch die Bevölkerung freuen wird, so Hagenauer, denn dann kehrt endlich auch wieder Ruhe ein auf dem Friedhof.